Erzgebirge Aue: Zolinski-Einsatz fraglich

Kommt doch Ersatz für Philipp Riese?

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 20.01.2021 | 16:33
Ben Zolinski bei Erzgebirge Aue

Ben Zolinski (r.) marschiert beim FCE voran, musste allerdings in dieser Woche kürzer treten. ©Imago images/Joachim Sielski

Die Veilchen gastieren bei den Lila-Weißen: Am Freitagabend will der FC Erzgebirge Aue beim VfL Osnabrück nach zwei Niederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur finden, muss dabei allerdings womöglich auf Ben Zolinski verzichten.

Ein „dickes Fragezeichen“, so FCE-Coach Dirk Schuster auf der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel, stehe hinter einem Einsatz des Offensivmannes, „der in dieser Woche wegen gesundheitlichen Problemen nicht mit der Mannschaft trainieren konnte“. Sicherheitshalber stellte Schuster klar: „Was aber mit Corona überhaupt nichts zu tun hat.“

Mehrere Optionen

Ein Ausfall Zolinskis ist nicht leicht zu kompensieren. Der 28-Jährige hat sich auf der rechten Offensivseite festgespielt. Fällt er aus, käme Calogero Rizzuto als Alternative in Frage, die jedoch defensiver ausgerichtet wäre. Denkbar wäre gar eine Rückkehr zum 3-5-2-System, da Schuster auf der PK ankündigte, den Fokus wieder darauf lenken zu wollen, in der Defensive sicherer zu stehen.

Behält Schuster das zuletzt gezeigte 4-3-3 jedoch bei, könnte auch Jan Hochscheidt die rechte Außenbahn übernehmen – wobei er auch eine Option hinter den Spitzen anstelle von Dimitri Nazarov ist. Mit Tom Baumgart steht letztlich noch ein Kandidat bereit, der die Flügel beackern kann – an Alternativen mangelt es also nicht, sollte Zolinski passen müssen.

Persönlichkeit Rieses nicht zu ersetzen

Diese gibt es auch für das zentrale Mittelfeld, wo bekanntlich Philipp Riese ausfällt. Schuster wollte sich nicht in die Karten schauen lassen, ob Ognjen Gnjatic oder Louis Samson auf seine Position rückt. Stattdessen lässt er durchblicken, dass auch John-Patrick Strauß in seinen Überlegungen für das defensive Mittelfeld eine Rolle spielt.

Langfristig ist das Thema Neuzugang als Ersatz für Riese trotz der Absage von Vereinspräsident Helge Leonhardt wohl doch noch nicht erledigt. „Er wird ungefähr acht bis zehn Wochen ausfallen. Es ist eine Thematik, mit der wir uns intensiv befassen, ob wir in der Richtung auf dem Transfermarkt tätig werden müssen“, so Schuster, der seine Mannschaft qualitativ zwar gut genug aufgestellt sieht, um Riese was das Spielsystem angeht ersetzen zu können, der allerdings einen „Qualitätsverlust durch die Persönlichkeit Philipp Rieses“ bei seiner Abwesenheit sieht. Es darf also gespannt erwartet werden, ob sich bis zum Ende des Transferfensters noch etwas tut um Erzgebirge.