FC Ingolstadt: Eine neue Chance für Sonny Kittel?

Spielmacher könnte vom Trainerwechsel profitieren

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 01.12.18 | 07:04
Sonny Kittel

Zuletzt viermal in Folge nur auf der Bank: Sonny Kittel © Imago / Stefan Bösl

Fünf Tage nach der Entlassung von Alexander Nouri wird am morgigen Samstag im Heimspiel gegen den Hamburger SV der eigentliche U19-Trainer Roberto Pätzold zum ersten und wohl auch einzigen Mal als Interimscoach auf der Bank des FC Ingolstadt Platz nehmen. Laut dem Donaukurier soll ein neuer Trainer zwar noch in dieser Woche gefunden, aber erst nach dem Spiel gegen den HSV vorgestellt werden.

Für Pätzold steht derweil natürlich die Begegnung gegen den Spitzenreiter im Mittelpunkt. Und der 39-Jährige, der derzeit seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer absolviert, hat durchaus die Hoffnung, punkten zu können.

„Wir sind uns der Stärken des HSV bewusst. Aber wir wissen, dass wir mit Kompaktheit und mannschaftlicher Geschlossenheit in der Defensive dagegenhalten können. Ich glaube auch, dass wir Waffen in der Mannschaft haben, die gegen den HSV in der Offensive punkten können“, zeigte sich Pätzold auf der gestrigen Pressekonferenz zuversichtlich.

Trainingsleistungen als oberster Maßstab für Pätzold

Erfreut hat Pätzold registriert, dass sich im Training vor allem zuletzt im zweiten Glied befindliche Akteure aufgedrängt haben. In diesem Zusammenhang deutete der Interimscoach mögliche Umstellungen an und nannte dabei explizit auch Sonny Kittel als Option. „Er ist mit Sicherheit einer der stärksten Spieler, die wir in der Mannschaft haben“, so Pätzold über den Top-Scorer der Vorsaison (zehn Tore, 15 Assists).

„  Sonny ist mit Sicherheit einer der stärksten Spieler, die wir in der Mannschaft haben. ”
Roberto Pätzold

In der laufenden Saison bringt es der in der Vorbereitung von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfene Kittel indes erst auf zwei Treffer und eine Vorlage. Und in den vergangenen vier Spielen saß der 25-Jährige sogar nur auf der Bank, wurde lediglich dreimal spät eingewechselt.

Kittel hat es nun genau wie alle anderen Profis selbst in der Hand, sich für die Partie am Sonntag zu empfehlen. Pätzold hat zwar auch die vergangenen Spiele der Schanzer analysiert, gewichtet nach eigener Aussage aber die Trainingsleistungen höher. Und da sich Pätzold selbst als „Freund einer offensiven Spielweise“ bezeichnet, könnte Kittel eine neue Chance erhalten – ebenso wie Dario Lezcano oder Thorsten Röcher.

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