FC Ingolstadt: Klare Worte von Keller und Gärtner

Geschäftsführer spricht von "harten und unpopulären Maßnahmen"

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 07.07.20 | 09:41
Ingolstadt überwintert als Schlusslicht.

Haben viel Arbeit vor sich: Geschäftsführer Harald Gärtner (l.) und Trainer Jens Keller. ©Imago/Stefan Bösl

Die rund um den FC Ingolstadt vorhandene Hoffnung, dass mit Jens Keller der dritte Cheftrainer der laufenden Saison direkt die richtigen Stellschrauben findet, hat sich nicht erfüllt. Nach der gestrigen 1:2-Niederlage gegen den SSV Jahn Regensburg liest sich Kellers Bilanz mit zwei Punkten aus drei Spielen ernüchternd und nährt zugleich den Verdacht, dass die Probleme tiefer liegen.

Die Schanzer überwintern auf jeden Fall mit der roten Laterne und hinken somit weit den internen und externen Erwartungen hinterher. Anstatt im vorderen Bereich der Tabelle mitzumischen, geht es für Ingolstadt nur noch darum, den Sturz in die Drittklassigkeit zu vermeiden, wofür aber Steigerungen in allen Bereichen nötig sind.

Größere Kaderveränderungen denkbar

Um die Mannschaft in die Erfolgsspur zu führen wollen die Verantwortlichen in den kommenden Tagen eine schonungslose Analyse vornehmen und dann auch entsprechende Maßnahmen davon abzuleiten. Während Trainer Keller nach dem Spiel gegen Regensburg, in dem das Gebotene „deutlich zu wenig war“ intensive und harte Arbeit ankündigte, deutete Geschäftsführer Harald Gärtner auf der Vereinswebseite auch personelle Konsequenzen an.

„ Wir werden vor harten und unpopulären Maßnahmen nicht zurückschrecken. ”
Harald Gärtner

„Wir haben noch 16 Spiele, eine Vorbereitung und die Nicht-Abstiegsränge sind in Reichweite, nach wie vor. Aber wir werden sehr kritisch prüfen, wer den Weg mit uns mitgeht. Dabei werden wir vor harten und unpopulären Maßnahmen nicht zurückschrecken, denn es geht um den Verein“, ließ Gärtner durchblicken, die größten Probleme inzwischen bei den Profis zu sehen.

Größere Veränderungen im Kader wären nach einem völlig enttäuschenden Halbjahr keine Überraschung mehr. Ob es aber gelingt, echte Verstärkungen mit der Perspektive Abstiegskampf zu locken, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob sich für in Ingolstadt nicht mehr benötigte Akteure neue Vereine finden.

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