FC Ingolstadt: Offensiv zu schwach für den Aufstieg?

In der oberen Hälfte traf nur Sandhausen seltener

Dario Lezcano

Brachte den Ball in Aue auch nicht über die Linie: Dario Lezcano (r.) © Imago

Nach dem überzeugenden 3:0-Sieg am Wochenende zuvor gegen die SpVgg Greuther Fürth haben die Aufstiegshoffnungen des FC Ingolstadt am gestrigen Sonntag wieder einen kleinen Dämpfer erhalten. Und das, obwohl mit dem 0:0 bei Erzgebirge Aue der Rückstand auf den dritten Platz von vier auf drei Punkte verkürzt werden konnte.

Ingolstadt war in Aue zwar die optisch klar überlegene Mannschaft und verbuchte laut der offiziellen Spielstatistik 19:8 Torschüsse, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Nicht unbedingt ein Zufall, stellen die Schanzer doch unter den ersten Zehn der Tabelle die zweitschwächste Offensive. Nur der SV Sandhausen (25 Tore) hat noch seltener getroffen als der FCI, der es auf 32 Treffer bringt.

Die Stürmer treffen zu selten

Schon zwei torlose Unentschieden, vor dem gestrigen Spiel in Aue zum Jahresauftakt in Sandhausen, kosteten nach der Winterpause letztlich vier Punkte. Vier Punkte, die am Ende den Unterschied ausmachen könnten.

Das Problem der Schanzer liegt vor allem in den Stürmern begründet, die schlichtweg zu wenig treffen. Der in Aue krankheitsbedingt ausgefallene Millioneneinkauf Stefan Kutschke bringt es erst auf vier Treffer, drei davon per Elfmeter. Aber auch Dario Lezcano, der sich mit Kutschke im Sturmzentrum in der Regel abwechselt, erzielte die Hälfte seiner sechs Tore vom Strafstoßpunkt aus.

Darío steht alleine vor dem Tor, das muss ein Tor sein. (Tobias Levels)

In Aue war es nicht zuletzt Lezcano, der den Sieg auf dem Fuß hatte, aber in der 56. Minute die wohl größte Chance vergab. Dafür musste sich der Paraguayer via Donaukurier Kritik von Routinier Tobias Levels gefallen lassen: „Wir müssen entschlossener werden im Abschluss. Darío steht alleine vor dem Tor, das muss ein Tor sein.“

Letztlich bleibt aus Ingolstädter Sicht nur zu hoffen, dass einer der Angreifer zum verlässlichen Torschützen avanciert und zugleich das Mittelfeld wieder mehr Gefahr verbreitet. Sonny Kittel etwa, mit acht Treffern Führender in der internen Torjägerliste, erzielte nur eines seiner Tore nach dem zwölften Spieltag.

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