FC Ingolstadt: Walpurgis hat noch viele Baustellen

Schanzer legen klassischen Fehlstart hin

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 27.07.20 | 08:02
Maik Walpurgis

Sorgenvolle Miene nach dem Fehlstart: Maik Walpurgis © Imago / Sportfoto Rudel

Den Start in die Saison hat man sich beim FC Ingolstadt sicherlich ganz anders vorgestellt als gegen den 1. FC Union Berlin und beim SV Sandhausen jeweils mit 0:1 zu verlieren. Die Schanzer, die von nicht wenigen Experten vor dem Start als Top-Favorit auf den Aufstieg gehandelt wurden, finden sich damit nach den ersten 180 Minuten am Tabellenende wieder.

Trainer Maik Walpurgis zeigte sich nach dem schwachen Auftritt seiner Mannschaft verständlicherweise enttäuscht, kündigte aber auf der vereinseigenen Webseite zugleich an, an den nicht wenigen Schwachstellen intensiv arbeiten zu wollen: „Räume verdichten, besser umschalten und Lösungen finden – diese Bereiche müssen wir verbessern.“

„ In unserem Spiel sind zu viele Phasen in denen wir nur reagieren und nicht agieren. ”
Maik Walpurgis

Generell wünscht sich der Coach der Schanzer eine aktivere Spielweise seines Teams: „In unserem Spiel sind zu viele Phasen in denen wir nur reagieren und nicht agieren.“

Nur drei Neue in der Startelf

Unverkennbar ist, dass noch längst nicht alle Rädchen ineinandergreifen, obwohl mit Tobias Schröck, Marcel Gaus und Stefan Kutschke nebst Rückkehrer Hauke Wahl nur drei Neuzugänge in der Startelf standen.

Dass es sich nicht um ein Qualitätsproblem, sondern um eine Frage der Einstellung handelt, lassen der Blick auf den Kader und die Erinnerung an die vergangenen zwei Jahre in der Bundesliga erahnen. Ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre es sicherlich, finale Klarheit bei Florent Hadergjonaj und Marcel Tisserand zu schaffen, die nach wie vor mit einem Wechsel liebäugeln.

Zumindest bei Hadergjonaj, der gestern anders als zum Saisonstart in der Anfangsformation stand, scheint ein Abschied aber vom Tisch zu sein. Tisserand, der beim AS St. Etienne und bei Udinese Calcio ein Thema ist, hingegen fehlte gänzlich im Kader, hätte der längst nicht immer sattelfesten Hintermannschaft aber freilich gut zu Gesicht gestanden.

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