FC Ingolstadt: Weit entfernt vom eigenen Anspruch

0:6-Debakel sorgt für Krisenstimmung

Angelo Vier

Klare Worte nach dem Debakel von Bochum: Angelo Vier © Imago / Björn Draws

Mit dem 3:2-Erfolg gegen Erzgebirge Aue schien beim FC Ingolstadt vor der Länderspielpause der Knoten geplatzt. Weil auch die Leistungen im Training überzeugend ausfielen und Trainer Stefan Leitl seine Mannschaft für den an den Tag gelegten Eifer ausdrücklich lobte, fuhren die Schanzer voller Hoffnung auf das nächste Erfolgserlebnis zum VfL Bochum. Dort allerdings wartete am gestrigen Sonntag eine extrem kalte Dusche.

Mit einer  von der ersten bis zur letzten Minute desolaten Vorstellung kassierte Ingolstadt an der Castroper Straße eine herbe 0:6-Niederlage und war weit vom eigenen Anspruch entfernt. Das gilt auch für die magere Ausbeute von nur fünf Zählern aus den ersten fünf Partien, die deutlich zu wenig ist, um wie angestrebt im vorderen Drittel mitzumischen.

Schon am Freitag gegen St. Pauli

Die desaströse Vorstellung alleine darauf zurückzuführen, dass neben den Langzeitverletzten Christian Träsch und Almog Cohen kurzfristig mit Tobias Schröck und Dario Lezcano zwei weitere Stammkräfte ausfielen, würde der Sache sicherlich nicht gerecht. Worin die Ursachen liegen, gilt es nun in den kommenden Tagen zu ermitteln, wobei bis zum nächsten Spiel am Freitag gegen den gleichfalls kriselnden FC St. Pauli nicht viel Zeit bleibt.

Sportdirektor Angelo Vier, der kurz vor der Pause nach einem Disput mit dem Vierten Schiedsrichter  auf die Tribüne musste, fand nach dem Schlusspfiff klare Worte: „Dem Spiel hat die Leidenschaft gefehlt. So ein Auftritt ist einfach nicht akzeptabel. Dabei geht es nicht um das Ergebnis, sondernd die Art und Weise, wie man sich hier präsentiert hat. Das hat nichts mit der Repräsentation unseres Vereins zu tun.“

Wir werden das knallhart analysieren und die Konsequenzen daraus ziehen. (Angelo Vier)

Zugleich kündigte Vier auf der vereinseigenen Webseite auch eine Aufarbeitung des Debakels an: „Das müssen wir jetzt erstmal sacken lassen und dürfen nicht aus einer Emotion heraus reagieren. Wir werden das knallhart analysieren und die Konsequenzen daraus ziehen.“

Wie diese Konsequenzen aussehen werden, ist offen. Klar ist aber, dass die Schanzer schleunigst in die Spur finden müssen, soll der Rückstand zu den Top-Teams nicht weiter anwachsen. Mit Blick auf den Auftritt in Bochum ist es momentan aber freilich nicht wirklich angebracht, nach oben zu schauen.

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