FC St. Pauli: Bornemann kündigt Veränderungen an

Kader soll verkleinert werden

Jos Luhukay, Andreas Bornemann

Jos Luhukay (l.) und Andreas Bornemann stehen vor unangenehmen Entscheidungen. © imago images / Jan Hübner

Am Samstag bittet Jos Luhukay die Profis des FC St. Pauli zum Aufgalopp im neuen Jahr, in dem an die letzten Auftritte vor Weihnachten angeknüpft werden soll. Zumindest die personellen Voraussetzungen stellen sich im Vergleich zu weiten Teilen der Hinrunde, als mehrere Spieler teilweise über längere Zeiträume hinweg ausfielen, deutlich besser dar.

Damit verbunden ist aber auch das Problem, dass der Kader deutlich zu groß ist. Gegenüber Bild bezeichnete Sportchef Andreas Bornemann nun eine Kadergröße von „18 Feldspielern plus drei Talenten plus drei Torhütern“ als ideal für eine effektive Arbeit, betonte aber auch, dass diese Anzahl an Spielern aufgrund der vielen Ausfälle auf St. Pauli zuletzt nicht ausreichend gewesen wäre.

Wir können davon ausgehen, dass aller Voraussicht nach nicht alle Spieler zum Trainingsstart dabei sein werden. (Andreas Bornemann)

Vielmehr ist der Kader zwangsläufig größer geworden, was sich auch an der bemerkenswerten Anzahl von 33 im Verlauf der Hinrunde eingesetzten Akteuren ablesen lässt. Im neuen Jahr werden nun aber nicht mehr alle dieser Spieler zum engeren Kreis zählen. „Wir können davon ausgehen, dass aller Voraussicht nach nicht alle Spieler zum Trainingsstart dabei sein werden, da wir die Gruppe straffen wollen, um auch die Trainingsarbeit und Kabinen-Atmosphäre ein bisschen besser zu gestalten. Das würde bedeuten, dass es Verschiebungen gibt Richtung U23 oder Abgänge geben kann“, kündigte Bornemann an, das Aufgebot reduzieren zu wollen.

Noch nicht alle Akteure fit

Für Talente wie Jakub Bednarczyk, Ersin Zehir, Niklas Hoffmann, Mert Kuyucu oder Luis Coordes, die auch wegen der Personalmisere die Gelegenheit erhielten, Zweitliga-Luft zu schnuppern, könnte es damit im Profi-Kader vorerst eng werden.

Aber auch gestandene Profis mit wenigen Einsatzzeiten wie Marc Hornschuh, Rico Benatelli oder Borys Tashchy könnten ihre Situation überdenken und gegebenenfalls noch bis Ende Januar eine Veränderung in Erwägung ziehen.

Voraussichtlich noch nicht voll belastbar sind zu Beginn der Vorbereitung die Innenverteidiger James Lawrence, Florian Carstens und Christopher Avevor, die Außenverteidiger Yi-Young Park und Matt Penney sowie Flügelspieler Christian Conteh. Bei allen ist aber Licht am Ende des Tunnels in Sicht, sodass sich Trainer Luhukay vorbehaltlich neuer Rückschläge auf einen sich zuspitzenden Konkurrenzkampf quer durch alle Mannschaftsteile freuen darf.

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