FC St. Pauli: Burgstaller kämpft sich zurück

Angreifer liegt vor dem Zeitplan

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 02.12.2020 | 10:31
Guido Burgstaller (m.) gegen Nürnberg.

Mitte Oktober machte Guido Burgstaller (m.) sein zweites und bislang letztes Spiel für St. Pauli. ©imago images/Philipp Szyza

Einen „absoluten Mentalitätsspieler“ hatte der Trainer des FC St. Pauli, Timo Schultz, Ende September in Neuzugang Guido Burgstaller ausgemacht. Diese Mentalität konnte der Angreifer bislang nur in zwei Spielen zeigen, nach einer Gefäßverletzung im Bauchraum samt OP schien das Fußballjahr 2020 für ihn beendet zu sein.

Nun gibt es gute Nachrichten vom Österreicher, der bereits am gestrigen Dienstag erstmals wieder mit dem Ball trainieren konnte. Zwar vorerst noch individuell, aber immerhin vor dem eigentlich anberaumten Zeitplan. „Er selber fühlt sich jedenfalls richtig gut. Er ist – wie ich hoffe – auf einem sehr guten Weg“, ist Schultz optimistisch, den bulligen Stürmer möglichst zeitnah wieder integrieren zu können.

Weitere Optionen im Angriff kämen dem Tabellenvorletzten durchaus recht. Zuletzt blieben die Kiezkicker drei Mal in Folge ohne eigenen Treffer, Schultz zeigte sich in Anbetracht des Chancenwuchers und der damit anhaltenden Misere sichtlich angefressen.

Keine Option für „Sechs-Punkte-Spiele“

Die sollte möglichst schnell beendet werden, mit den Fahrten nach Braunschweig und Würzburg – dazwischen liegt ein Heimspiel gegen Aue – hat der FCSP in den kommenden zwei Wochen zwei direkte Tabellennachbarn vor der Brust. Dass Burgstaller für diese „Sechs-Punkte-Spiele“ bereits eine Option darstellt, darf allerdings stark bezweifelt werden. 

So wird es beginnend mit der Fahrt an die Hamburger Straße erneut das vorhandene Personal richten müssen. Simon Makienok ist in der Sturmspitze bislang gesetzt, wartet nach seinem Premierentor im Stadtderby aber weiterhin auf Saisontor Nummer zwei und damit das Platzen des Knotens.

Lässt Schultz gegen die Eintracht wieder mit zwei Spitzen stürmen, darf an Makienoks Seite Daniel-Kofi Kyereh erwartet werden. Der Sommer-Neuzugang aus Wehen Wiesbaden startete mit drei Toren an den ersten beiden Spieltagen zwar prächtig, seither kam aber kein weiterer Treffer mehr hinzu. Um das Duo und Boris Tashchy – auch im zweiten Jahr am Millerntor nur Ergänzungsspieler – zu entlasten, dürfte Schultz darauf hoffen, dass sich der schnelle Genesungsprozess von Burgstaller auch in den kommenden Tagen und Wochen fortsetzt.