FC St. Pauli: Luis Coordes bleibt

Offensivtalent unterschreibt neuen Vertrag

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 27.07.20 | 15:06
Andreas Bornemann

Glaubt an das Potential von Luis Coordes: Andreas Bornemann. © imago images/foto2press

Update (Montag, 15:03 Uhr):
Luis Coordes bleibt dem FC St. Pauli erhalten. Die „Kiezkicker“ informierten am Montag darüber, dass der Flügelspieler einen neuen Kontrakt bis 2022 unterschrieben hat.

„Luis hat seine erste Profi-Erfahrung beim FC St. Pauli gesammelt und zuletzt gezeigt, dass er die Qualität hat, um sich in der 2. Bundesliga zu etablieren. Wir trauen ihm aber noch deutlich mehr zu und sind entsprechend gespannt auf seine weitere Entwicklung“, erklärte Sportchef Andreas Bornemann.

„Ich kenne Luis bereits als Jugendspieler, als er gerade zu St. Pauli gewechselt war. Seine große Stärke ist die Geschwindigkeit. Jetzt gilt es, ihm die Mittel an die Hand zu geben, sie effektiv einsetzen zu können. Meine Erwartung an ihn ist, dass er seine Fähigkeiten im offensiven Eins-gegen-eins permanent ausspielt und deutlich mehr Torgefahr ausstrahlt. Dann werden wir in den kommenden Jahren viel Freude an ihm haben“, ist der neue FCSP-Trainer Timo Schultz überzeugt.

Ursprünglicher Artikel (Sonntag, 7:44 Uhr):
Die Konturen des künftigen Kaders des FC St. Pauli werden langsam, aber sicher immer klarer. Nachdem die Kiezkicker unter der Woche bekannt gegeben haben, die auslaufenden Verträge der Routiniers Johannes Flum und Waldemar Sobota nicht zu verlängern, sind mit Korbinian Müller und Luis Coordes nur noch zwei Akteure aus dem bisherigen Aufgebot ohne neue Arbeitspapiere, aber auch noch nicht verabschiedet worden.

Während die Zukunft von Keeper Müller wohl maßgeblich davon abhängt, ob mit Svend Brodersen der zweite Ersatztorwart hinter Robin Himmelmann den Absprung sucht, stehen die Zeichen bei Offensivmann Coordes auf Verlängerung.

Gegenüber der Morgenpost bestätigte Sportchef Andreas Bornemann Gespräche mit dem 21-Jährigen und betonte, an dessen Potential zu glauben: „Wenn die Überzeugung fehlen würde, täte man weder Luis noch uns einen Gefallen. Wir werden nach einer Lösung suchen.“

Auf dem Weg zur Stammkraft

Eine Entwicklung war bei Coordes schon in den letzten Monaten zu erkennen. Nach zuvor nur vier Kurzeinsätzen stand der Youngster an sieben der letzten acht Spieltage auf dem Platz und vier Mal sogar in der ersten Elf. Allerdings blieb Coordes dabei ohne Torbeteiligung, was Bornemann zum Anlass nimmt, um die allgemeinen Erwartungen an seine Offensivspieler zu definieren: „Von einem Außenbahner dürfen auch mal fünf bis zehn Tore herumkommen.“

Ob Coordes dazu bereits in der neuen Saison in der Lage sein wird, bleibt natürlich abzuwarten. Doch alleine, dass Bornemann diese Quote im Zusammenhang mit Coordes nennt, lässt erahnen, dass man am Millerntor tatsächlich an weitere Entwicklungsschritte des einst vom künftigen Profi-Trainer Timo Schultz vom MTV Treubund Lüneburg in St. Paulis U17 gelotsten Jungprofis glaubt. Der erste Schritt dürfte nun aber erst einmal die Unterschrift unter einen neuen Vertrag sein.