FC St. Pauli: Markus Kauczinski neuer Trainer

Olaf Janßen entlassen

Markus Kauczinski, hier noch in Diensten des FC Ingolstadt

Neuer Mann am Millerntor. Markus Kauczinksi übernimmt bei St. Pauli. ©Imago/Eibner

Update (9:40 Uhr)
Die Kiezkicker haben die Trennung von Olaf Janßen offiziell bestätigt und mit Markus Kauczinski einen direkten Nachfolger präsentiert. Der ehemalige Trainer vom KSC und dem FC Ingolstadt erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

„Mit Markus Kauczinski haben wir einen absoluten Fachmann und Kenner der 2. Bundesliga verpflichten können. Er hat bereits während seiner Zeit in Karlsruhe gezeigt, dass er sich mit schwierigen Situationen auskennt. Wir sind überzeugt davon, mit ihm die Trendwende zu schaffen“, meldet sich Sportchef Uwe Stöver in der offiziellen Pressemitteilung zu Wort.

Die Mannschaft verfügt über das Potential. (Markus Kauczinski)

Kauczinksi, der bei der Anfrage „nicht lange überlegen musste“, bringt mit Patrick Westermann zudem einen neuen Co-Trainer mit, gemeinsam waren die beiden bereits im Karlsruher Wildpark und für die Schanzer aktiv. „Trotz der schwierigen Situation bin ich überzeugt, dass die Mannschaft über das Potential verfügt, um erfolgreich mit ihr arbeiten zu können“, zeigt sich der neue St. Pauli-Coach zuversichtlich für die kommenden Wochen.

Präsident Oke Göttlich äußerte sich zudem zum Abgang von Janßen: „Es ist für uns eine sehr schwere Entscheidung, weil sich Olaf Janßen in seiner Zeit beim FC St. Pauli Verdienste erworben hat und von allen im Verein für seine Qualitäten im fachlichen und menschlichem Bereich geschätzt wird.“

Ursprünglicher Artikel (6:45 Uhr)
Am heutigen Donnerstag dürfte rund um den FC St. Pauli keine Langeweile aufkommen. Denn laut einem Bericht der Bild wird der Kiez-Klub nicht nur die Trennung von Trainer Olaf Janßen verkünden, sondern mit Markus Kauczinski soll schon der Nachfolger erstmals auf dem Trainingsplatz stehen.

Wie das Boulevard-Blatt berichtet, fiel am Dienstag in einer langen Krisensitzung die Entscheidung gegen Janßen, der schon vergangene Woche von Sportdirektor Uwe Stöver mehr oder weniger offen kritisiert worden war. Das 0:5 am Wochenende bei Arminia Bielefeld, wo sich die Braun-Weißen noch schwächer präsentierten als zuvor beim 0:4 in Fürth gab letztlich wohl in Kombination mit nicht effektiven Maßnahmen Janßens den Ausschlag.

Erstes Training um 11 Uhr

Offiziell sind die Trennung von Janßen und die Verpflichtung von Kauczinski noch nicht, doch bereits um 9.30 Uhr soll der neue Coach vorgestellt werden, um dann ab 11 Uhr seine erste Einheit zu leiten. Mit dabei sein soll auch Kauczinskis Co-Trainer Westermann. Beide sollen eine Vertrag bis 2019 erhalten. Offen ist derweil noch, wie es mit den auf Wunsch von Janßen verpflichteten Co-Trainern Markus Gellhaus und Patrick Glöckner weitergeht.

Für Kauczinski ist es ein gutes Jahr nach seinem Aus beim FC Ingolstadt, wo der 47-Jährige nach nur vier Monaten schon wieder gehen musste, das Comeback auf großer Bühne. Gleich zum Einstand warten gegen den MSV Duisburg und dem VfL Bochum zwei Heimspiele, in denen gepunktet und so der Vorsprung nach unten vergrößert werden soll. Janßen haben die Verantwortlichen das offenbar nicht mehr zugetraut.

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