FC St. Pauli: Multikulti in der Offensive

Nur ein Defensivspieler ohne deutschen Pass

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 18.07.19 | 07:47
Dimitrios Diamantakos

Der Grieche Dimitrios Diamantakos (l.) ist im Sturm derzeit praktisch konkurrenzlos. © imago images / Oliver Ruhnke

Einen dritten Neuzugang nach Rico Benatelli und Borys Tashchy konnte der FC St. Pauli auch eineinhalb Wochen vor dem Saisonstart bei Arminia Bielefeld noch nicht präsentieren. Gut möglich allerdings, dass der seit Beginn der Woche mit der Mannschaft von Trainer Jos Luhukay trainierende Norweger Leo Östigard einen Vertrag erhält.

Der 19-jährige Innenverteidiger hinterließ bisher im Training und auch im Testspiel bei Regionalligist Weiche Flensburg einen guten Eindruck. Der bei Brighton & Hove Albion nur in der zweiten Mannschaft eingeplante Defensivmann könnte vermutlich ausgeliehen werden und würde den Etat dann nicht übermäßig belasten.

Im Kader der Kiezkicker wäre Östigard neben Ih-yeong Park der zweite Defensivspieler ohne deutschen Pass. Inklusive dem in Polen geboren, aber früh nach Deutschland gekommenen und im Rheinland aufgewachsenen Jakub Bednarczyk finden sich in den hinteren Reihen ansonsten nur deutsche Spieler.

Neun verschiedene Nationen im Offensivbereich

Bemerkenswert, dass es beginnend mit dem offensiven Mittelfeld ganz anders aussieht. Während die Talente Kevin Lankford (USA) und Luis Coordes (Dominikanische Republik) auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, hofft man am Millerntor darüber hinaus auf Tore aus sieben verschiedenen Nationen.

Im Sturm ist aktuell der Grieche Dimitrios Diamantakos nahezu konkurrenzlos, da der Ukrainer Tashchy und der Niederländer Henk Veerman noch nicht wieder einsatzfähig sind. Dahinter und auf dem Flügel kämpfen der Norweger Mats Möller Daehli, der Pole Waldemar Sobota, der Japaner Ryo Miyaichi und der Türke Cenk Sahin um die Plätze.

Kommunikationsprobleme freilich sind auch im Offensivspiel St. Paulis nicht zu erwarten, da sämtliche Legionäre schon seit längerem in Deutschland spielen. Dem zunächst Anfang 2015 beim SC Freiburg gelandeten und dann nach Hamburg weitergezogenen Möller Daehli könnte in diesem Zusammenhang bald die Aufgabe zufallen, sich um die Integration seines Landsmannes Östigard zu kümmern.