FC St. Pauli: Viel Potential in den eigenen Reihen

Finn Ole Becker und Christian Conteh als Hoffnungsträger

Finn Ole Becker auf der Bielefelder Alm.

Ließ sein Potential auch in Bielefeld wieder aufblitzen: Finn Ole Becker. ©imago images/Revierfoto

Nach der aufsehenerregenden Pressekonferenz am Sonntag, in deren Verlauf Trainer Jos Luhukay heftige Kritik sowohl am Kader als auch an der Vereinskultur geübt hatte, hielt sich der Optimismus im Lager des FC St. Pauli vor dem Auftaktspiel bei Arminia Bielefeld in Grenzen. Doch dann lieferten die Kiezkicker bei einem stark eingeschätzten Gegner eine couragierte Vorstellung ab und schrammten nur knapp an einem Auswärtssieg vorbei.

Dass in der 90. Minute nach einem Eckball Bielefelds Manuel Prietl nicht konsequent gestört wurde und so recht unbedrängt zum Ausgleich einköpfen konnte, verhinderte zwar den vollen Erfolg, aber kein dennoch einigermaßen zufriedenes Fazit von Coach Luhukay.

„Wir haben ein gutes Auswärtsspiel absolviert. Die Leistung war eine Bestätigung der Arbeit“, so der niederländische Fußball-Lehrer, dem vor allem die erste Halbzeit gefiel und der auf der PK nach dem Spiel die taktische Disziplin in der Defensive ebenso lobte wie das Umschaltverhalten.

Conteh trifft beim Zweitliga-Debüt

Besonders auffällig agierte der auf dem linken Flügel eingesetzte Christian Conteh, der schon während der Vorbereitung auf sich aufmerksam machen konnte und seine außergewöhnliche Schnelligkeit nun auch einem größeren Publikum präsentierte. Der 19-Jährige, der vergangene Saison in der zweiten Mannschaft seine ersten Schritte im Herren-Bereich machte, erzielte nach einem beherzten Antritt die Führung und stellte die Bielefelder Defensive mehrfach vor Probleme.

An der Vorbereitung von Contehs Führungstreffer war mit Finn Ole Becker ein weiterer Youngster beteiligt, der bereits im Frühjahr seine ersten Duftmarken setzen konnte. Der ebenfalls erst 19 Jahre alte Mittelfeldspieler absolvierte in Bielefeld sein sechstes Zweitliga-Spiel und deutete sein Potential abermals an.

Die auch aktuell wieder vielen Ausfälle und der insgesamt nicht nur nach Einschätzung von Trainer Luhukay noch nicht ausreichend besetzte Kader haben mit den Bewährungschancen für Conteh und Becker sowie den nach einer guten Stunde eingewechselten Niklas Hoffmann offenkundig durchaus auch eine gute Seite. Und vielleicht wird durch die Talente aus den eigenen Reihen ja die eine oder andere Nachverpflichtung unnötig…

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