FC St. Pauli: Weiter Training auf Rasen?

Seit Montag praktiziertes Gruppentraining unzulässig?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.20 | 07:13
Jos Luhukay

Ein komplettes Mannschaftstraining wird Jos Luhukay frühestens am 6. April abhalten. © imago images / Oliver Ruhnke

Im Anschluss an die Videokonferenz mit Vertretern aller 36 Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) in Person von Geschäftsführer Christian Seifert am gestrigen Dienstag neben der Aussetzung der Spielbetriebs bis 30. April auch verkündet, dass bis 5. April kein Mannschaftstraining absolviert werden solle. Beim FC St. Pauli kennt man diese Empfehlung der DFL natürlich, hat indes bereits am Montag nach einer Phase des individuellen Trainings wieder mit Übungseinheiten auf dem Rasen begonnen.

Allerdings trainierten die Kizekicker nicht in voller Mannschaftsstärke, sondern in Fünfer- und Sechser-Gruppen sowie zu unterschiedlichen Zeiten und an anderen Orten (Trainingsgelände an der Kollaustraße und am Millerntor) – laut Aussage von Sportchef Sportchef Andreas Bornemann auf der vereinseigenen Webseite wurden dafür „umfangreiche Vorkehrungen hinsichtlich der Hygiene und den empfohlenen Abstandsregelungen getroffen.“

Nichtsdestotrotz droht nun womöglich Ärger mit der Stadt, die per Allgemeinverfügung den „Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen“ untersagt hat.

Missverständnis zwischen Stadt und Verein?

Gegenüber Bild ließ ein Sprecher der Stadt durchklingen, dass die Kiezkicker keine Genehmigung für das aktuell stattfindende Gruppentraining erhalten haben: „Der FC St. Pauli hat uns über die Ausweitung des Individualtrainings informiert, das jedoch so von der Allgemeinverfügung nicht gedeckt ist. Wir sind mit dem Verein im Gespräch und bemühen uns um Klärung.“

Der Verein betont derweil, bei den Behörden das Okay für die derzeitige Trainingsgestaltung eingeholt zu haben. Dennoch bleibt abzuwarten, wie es weitergeht und ob nicht auch der FC St. Pauli vorerst zurück muss ins „Home-Office“.

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