Fortuna Düsseldorf: Bis Weihnachten wohl mit Viererkette

Uwe Rösler will "das Beste für die Mannschaft"

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 12.12.20 | 08:14
Uwe Rösler

Folgt in Sachen Defensivordnung dem Wunsch der Mannschaft: Uwe Rösler. © imago images / Poolfoto

Im sechsten Anlauf der Saison hofft Fortuna Düsseldorf am morgigen Sonntag beim Karlsruher SC auf den ersten Auswärtssieg, freilich wohlwissend, dass die Badener mit vier Siegen in Serie derzeit die Mannschaft der Stunde sind. Der eigene 3:2-Erfolg gegen Darmstadt 98 dient den Rheinländern aber als Mutmacher, wenngleich der Dreier gegen die Lilien eher als glücklich zu bezeichnen war.

Gerade in der Anfangsphase hatte Düsseldorf Glück, nicht in Rückstand zu geraten, als Darmstadt zwei Großchancen liegen ließ. Auch als Reaktion darauf rückte Trainer Uwe Rösler von der zunächst formierten Dreierkette ab und stellte auf eine Viererabwehrreihe um, in der sich die Fortuna trotz der beiden Gegentore nach dem Seitenwechsel unverkennbar wohler fühlte.

„ Die Mannschaft hat mehr Sicherheit gehabt mit der Viererkette. ”
Uwe Rösler

Im Vorfeld der Partie in Karlsruhe deutete Rösler nun recht offen an, bis auf Weiteres auf seine bevorzugte Dreierkette zu verzichten: „Es geht nicht darum, zu forcieren, welche Idee ich im Kopf habe. Es geht darum, was das Beste für die Mannschaft ist“, so der Fortuna-Coach, der laut Rheinischer Post in seinen weiteren Ausführungen auch Bezug nahm auf Gespräche mit seinen Führungsspielern: „Die Mannschaft hat mehr Sicherheit gehabt mit der Viererkette. Ich habe eindeutiges Feedback bekommen, und weiß, wie wir gegen Karlsruhe spielen werden.“

Sobottka und Krajnc als Notlösungen

Auch danach gegen den VfL Osnabrück und beim FC St. Pauli sowie im DFB-Pokal bei Rot-Weiss Essen ist nun mit einer Viererkette zu rechnen, wobei auf der linken Abwehrseite mit dem gelernten Sechser Marcel Sobottka und Innenverteidiger Luka Krajnc nach den gescheiterten Versuchen mit Kristoffer Peterson und Thomas Pledl weiterhin lediglich zwei Notlösungen vorhanden sind. Nach der Weihnachtspause aber könnten die Karten auch in Sachen Grundordnung neu gemischt werden.

Dann sollen nach Möglichkeit die derzeit verletzten bzw. noch nicht wieder bei 100 Prozent befindlichen Linksverteidiger Florian Hartherz und Leonardo Koutris vollwertige Optionen darstellen. Und gerade der griechische Nationalspieler wäre als Außenverteidiger mit Offensivdrang prädestiniert für die Rolle vor einer Dreierkette.