Fortuna Düsseldorf: Der Plan mit Eigengewächs Daniel Bunk

16-Jähriger erhält Profivertrag

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 28.12.2020 | 16:11
Fortuna Düsseldorf Stadion

Die „große Arena“ ist Daniel Bunks Traum. ©Imago images/Team 2

Nägel mit Köpfen machte Fortuna Düsseldorf am heutigen Montag, indem der Traditionsverein Daniel Bunk, der in der Nachwuchsabteilung kickt, mit einem Profi-Vertrag bis 2025 ausstattete. Dabei ging aus der Pressemitteilung Fortunas hervor, dass es sich keine normale Beförderung handelt.

Als „Top-Talent“ wird der erst 16-jährige Bunk bezeichnet, mit einer „herausragenden Entwicklung“, so Sportvorstand Uwe Klein. „Angebote namhafter Bundesligaclubs aus unserem Umkreis“ sollen für Bunk eingegangen sein.

Hohe Identifikation

Doch wer ist das Fortuna-Talent überhaupt? Bunk kickt bereits seit 2012 in Verein und stand zuletzt im Kader der U17. Im offensiven Mittelfeld zieht er die Fäden – und das nicht nur am Rhein, sondern auch mit dem Bundesadler auf der Brust. Für die deutsche U15 und U16 stand er bereits auf dem Feld, im September vergangenen Jahres feierte Bunk auch sein Debüt in der U17 Deutschlands.

Viele von Bunks Nationalmannschaftskollegen kicken bereits in der Nachwuchsabteilung eines Bundesligisten – dass die Fortuna diesen Status derzeit nicht innehat, ist für den Nachwuchskicker offensichtlich kein K.O.-Kriterium. Im Gegenteil: Die Identifikation steht im Vordergrund.

„Ich spiele seit meiner Kindheit für die Fortuna und es war immer mein Traum, eines Tages in der großen Arena aufzulaufen“, so Bunk, der aber genau weiß: Bis er unter den gleißenden Lichtern der Düsseldorfer Arena aufläuft, liegt noch „ein langer Weg“ vor ihm.

Dieser sieht vor: Ab der kommenden Saison kickt Bunk, der im März seinen 17. Geburtstag feiert, für die U19 des Vereins, „perspektivisch“, so heißt es von Fortuna-Seite, solle das Talent zu den Profis stoßen.

Dorthin haben es bereits Eigengewächse wie Shinta Appelkamp, der in der laufenden Saison bereits siebenmal in der Startelf stand oder Abwehrmann Jamil Siebert geschafft. Uwe Klein bezeichnet das als „konsequenten Weg“ der Fortuna, seinen eigenen Nachwuchs einzubinden. Daniel Bunk hingegen will über ein mögliches Profi-Debüt gar nicht nachdenken, sondern lebt im Hier und Jetzt: „Für den Moment bin ich überglücklich.“