Fortuna Düsseldorf: Die Defensive noch als Baustelle

Die neue Idealbesetzung muss sich erst noch finden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 07.10.2020 | 11:00
Florian Hartherz am Ball.

Florian Hartherz ist einer von zahlreichen Neuzugängen in der Düsseldorfer Defensive. ©imago images/Uwe Kraft

Mit Leonardo Koutris, Christoph Klarer und Luka Krajnc hat Fortuna Düsseldorf an den letzten Tagen der Transferperiode noch drei weitere Abwehrspieler verpflichtet, nachdem zuvor für die hinteren Reihen bereits Florian Hartherz und Kevin Danso zum Kader von Trainer Uwe Rösler gestoßen waren. Die erste Länderspielpause der noch jungen Saison dürfte in Düsseldorf nun auch dazu genutzt werden, Automatismen zu entwickeln und einer ideale Besetzung zu finden.

Die Voraussetzungen dafür bleiben aber zunächst alles andere als optimal. Denn mit Matthias Zimmermann, der beim 1:2 am Wochenende bei Holstein Kiel bereits frühzeitig ausgewechselt werden musste, und dem im hohen Norden gänzlich fehlenden André Hoffmann plagen sich gleich zwei eigentlich als feste Größen eingeplante Akteure mit Muskelverletzungen herum. Hinzu kommt mit Blick auf das nächste Ligaspiel am 18. Oktober zu Hause gegen Jahn Regensburg, dass Kevin Danso wegen seiner gelb-roten Karte in Kiel definitiv fehlen wird.

Und Neuzugang Koutris befindet sich nach einem im Frühjahr erlittenen Kreuzbandriss zwar auf einem guten Weg, doch die Partie gegen Regensburg kommt für den griechischen Linksverteidiger aller Voraussicht nach zu früh.

Dreierkette gegen Regensburg kaum möglich

Allzu viele Alternativen besitzt Trainer Rösler somit kurzfristig nicht. Ohne Zimmermann und Koutris dürfte die Besetzung der Außenverteidigerpositionen mit Jean Zimmer rechts und Hartherz links klar sein. Und sollte neben Danso auch Hoffmann fehlen, wäre eine von Rösler favorisierte Dreierabwehrkette schon alleine personell kaum möglich.

Es blieben mit den Neuzugängen Klarer und Krajnc sowie Youngster Jamil Siebert zwar drei Innenverteidiger zur Auswahl, allerdings allesamt nahezu ohne Zweitliga-Erfahrung in Deutschland. Routinier Adam Bodzek aus dem Mittelfeld wieder ins Abwehrzentrum zu ziehen, dürfte derweil aufgrund des verletzungsbedingten Fehlens von Alfredo Morales und Edgar Prib auch nur bedingt eine Option sein.

Daher spricht zumindest gegen Regensburg vieles für eine Viererkette, deren Zentrum mit Krajnc und Klarer komplett neu besetzt sein könnte, sofern Hoffmann nicht rechtzeitig fit wird. Anschließend aber sollte Rösler dank der Neuzugänge die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen defensiven Grundordnungen zu variieren und auch mit den unterschiedlichen Spielertypen immer wieder neue Akzente zu setzen.