Fortuna Düsseldorf: Keine Gnade für Florian Neuhaus?

Sperre für Youngster wahrscheinlich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.20 | 18:26
Florian Neuhaus

Droht eine Zwangspause: Florian Neuhaus © Imago / Laco Perenyi

Ganz verraucht ist der Ärger bei Fortuna Düsseldorf über die turbulente Schlussphase am Sonntag im Spiel gegen den 1. FC Heidenheim noch immer nicht. Und die Begegnung dürfte auch noch in den kommenden Wochen in den Köpfen bleiben, fallen doch vermutlich deshalb gleich zwei Leistungsträger nach der Länderspielpause im Top-Spiel beim formstarken FC Ingolstadt aus.

Sicher nicht dabei ist dann Kaan Ayhan, der gegen Heidenheim zunächst verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste und dann auf der Ersatzbank sitzend die gelb-rote Karte sah.

Damit hätte Ayhan eigentlich genügend Zeit, die erlittenen Blessuren an Knie und Sprunggelenk auszukurieren, doch der 22-Jährige wurde trotz der Verletzung vom türkischen Verband für die Länderspiele in Rumänien und gegen Albanien angefordert. Bei der Nationalmannschaft erfolgen laut der Rheinischen Post auch erst die Untersuchungen, weshalb man in Düsseldorf momentan noch nicht weiß, wie schwer es den Defensivmann erwischt hat.

Rangelei mit Mathias Wittek

Neben Ayhan wird vermutlich auch Florian Neuhaus das Gastspiel in Ingolstadt verpassen. Der Shooting-Star dieser Saison ließ sich in der chaotischen Schlusssphase gegen Heidenheim zu einem Schlag gegen Gegenspieler Mathias Wittek hinreißen, der Neuhaus freilich zunächst zu Boden gebracht hatte und ihm kurz darauf auch noch einen Kopfstoß verpasste.

Noch ist offen, ob der Kontrollausschuss des DFB Ermittlungen aufnimmt, doch es wäre überraschend, würde es nicht dazu kommen, zumal der scharf kritisierte Schiedsrichter Lasse Koslowski die Szene nicht wahrgenommen hat. Wegen der Abfolge der Geschehnisse dürfte Neuhaus zumindest etwas milder wegkommen als Wittek, doch eine Sperre von zwei Spielen muss wohl mindestens einkalkuliert werden.

Die von Trainer Friedhelm Funkel in Bild geäußerte Hoffnung auf Gnade wegen einer insgesamt schwachen Schiedsrichterleistung dürfte dagegen kaum aufgehen: „Vielleicht muss man auch die Situation des Schiedsrichters mitbeurteilen, der jeglichen Faden verloren hat und überhaupt nicht mehr eingeschritten ist.“ Denn wäre Koslowski eingeschritten, hätte es zu Rot für Neuhaus und Wittek keine Alternative gegeben.

Gewinnt Düsseldorf in Ingolstadt? Jetzt wetten!