Fortuna Düsseldorf: Kenan Karaman oder ein neuer Stürmer?

Uwe Rösler will den türkischen Nationalspieler unbedingt halten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 12.09.20 | 08:17
Kenan Karaman bei Spiel von Fortuna Düsseldorf

Wenn es nach Trainer Rösler geht, soll Kenan Karaman auf jeden Fall bei der Fortuna bleiben. ©imago images/Laci Perenyi

Rouwen Hennings wäre im Angriff von Fortuna Düsseldorf dank seiner Leistungen in den vergangenen Jahren zwar ohnehin gesetzt, doch gar keine Alternative zum mittlerweile 33 Jahre alten Torjäger zu haben, ist sicherlich auch nicht die Wunschvorstellung von Trainer Uwe Rösler, die am heutigen Samstag beim Pokalspiel beim FC Ingolstadt aber Realität wird.

Weil der nach seiner Corona-Infektion noch nicht wieder fitte Dawid Kownacki ebenso ausfällt wie Emmanuel Iyoha (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Kenan Karaman (muskuläre Probleme) fehlt eine Alternative zu Hennings im Sturmzentrum. Das von Rösler angedachte System mit einer Doppelspitze hat sich damit zumindest für das erste Pflichtspiel der Saison von selbst erledigt.

Iyoha und Kownacki kurzfristig keine Optionen

Ein Dauerzustand soll daraus aber nicht werden, wobei mit Iyoha in den nächsten Wochen nicht zu rechnen ist und wohl auch Kownacki noch einige Zeit brauchen wird, um für die Startelf in Frage zu kommen. Bleibt Karaman, der zwar zeitnah wieder einsatzfähig sein dürfte, nach wie vor aber mit einem Wechsel liebäugelt und öffentlich recht deutlich gemacht hat, den Verein eigentlich verlassen zu wollen.

Für den Fall, dass der vor allem mit türkischen Klubs in Verbindung gebrachte Karaman noch gehen würde, hätte man in Düsseldorf aber wohl vorgebaut: „Das ist nichts, was ich öffentlich besprechen will. Wir werden intern gucken, was wir vorbereitet haben und dann vielleicht realisieren können“, deutete Rösler gegenüber der Rheinischen Post die Existenz eines Plan B zumindest an.

Fortunas Trainer mit einer klaren Priorität
„ Ich werde bis zum letzten Atemzug um Kenan kämpfen. ”
Uwe Rösler

Am liebsten wäre dem Fortuna-Coach aber, könnte dieser in der Schublade bleiben. „Ich werde bis zum letzten Atemzug um Kenan kämpfen“, kündigte Rösler auch an, alles versuchen zu wollen, Karaman doch von einem Verbleib bei der Fortuna zu überzeugen. Ob diese Mission erfolgreich ist, bleibt allerdings abzuwarten und erscheint im Moment eher fraglich.