Fortuna Düsseldorf: Mehr Torgefahr mit zwei Spitzen und Shinta Appelkamp?

Offensivere Besetzung gegen Würzburg wahrscheinlich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 25.09.20 | 08:15
Shinta Appelkamp bei Fortuna Düsseldorf

Zeigte eine gute Vorbereitung: Shinta Appelkamp. ©Imago images/Moritz Müller

Beim Hamburger SV, der für viele Experten auch in seinem dritten Zweitliga-Jahr der Top-Favorit auf den Aufstieg ist, kann man sicherlich verlieren. Dennoch war die Enttäuschung bei Fortuna Düsseldorf über die 1:2-Pleite im Volksparkstadion groß. Vor allem auch deshalb, weil abgesehen von den Schlussminuten mit dem gleichwohl eher glücklichen Anschlusstreffer durch Matthias Zimmermann im Spiel nach vorne wenig bis nichts zusammenlief.

Der kurzfristige Ausfall von Edgar Prib, der beim Aufwärmen über muskuläre Probleme klagte und durch Jakub Piotrowski ersetzt wurde, führte in einem vorwiegend mit Arbeitern besetzten Mittelfeldzentrum zu einem weiteren Verlust an spielerischer Qualität und war sicher ein Grund für den über weite Strecken uninspirierten Auftritt.

Weil Prib nun auch für das Heimspiel am Samstag gegen die Würzburger Kickers nicht fit wird und sich die Anfangsformation vom vergangenen Wochenende kaum für einen erneuten Start in dieser Zusammenstellung empfohlen hat, wird Trainer Uwe Rösler wohl umbauen. Dass dabei der Fokus auf mehr Kreativität und Durchschlagskraft liegt, ist wahrscheinlich. Auch, weil Aufsteiger Würzburg in Düsseldorf nicht übermäßig stürmisch beginnen dürfte.

Karaman und Kownacki als Optionen

Auf der Pressekonferenz am Donnerstag machte Rösler kein Geheimnis daraus, am liebsten mit mindestens zwei Stürmern spielen zu lassen. Während Emmanuel Iyoha (Pfeiffersches Drüsenfieber) weiter keine Option ist, kehren mit Kenan Karaman und Dawid Kownacki zwei in Hamburg fehlende Angreifer in den Kader zurück. Rösler bescheinigte Karaman eine ordentliche Trainingswoche und schloss einen Einsatz von Anfang an nicht aus. Kownacki lobte der Coach für einen engagierten Auftritt im Spiel der zweiten Mannschaft am Mittwoch beim 1. FC Köln II (0:0), deutete aber auch an, dass es beim Polen für die Anfangsformation eher noch nicht reichen wird.

Als Problem erkannt hat auch Rösler, dass das Mittelfeld in Hamburg mit zu ähnlichen Spielertypen besetzt war. Für frischen Wind und andere Elemente könnte gegen Würzburg nun Shinta Appelkamp sorgen, der in der Vorbereitung einer der Gewinner war, im DFB-Pokal beim FC Ingolstadt aber durch eine Muskelverletzung um seinen Startelfeinsatz gebracht wurde. Inzwischen ist der 19-Jährige aber wieder voll im Training und auch eine Option für die erste Elf gegen die Kickers.

Der 2015 in den Düsseldorfer Nachwuchs gewechselte Deutsch-Japaner kann zwar auch auf dem Flügel eingesetzt werden, darf aber wohl vor allem auf eine Position im offensiven Mittelfeld hoffen. Entweder als Achter im zuletzt in Hamburg praktizierten 4-1-4-1 oder in einem 4-2-3-1 sogar auf der Zehn. Entscheidet sich Rösler für ein flaches 4-4-2 mit zwei Stürmern, könnte es für den Youngster zunächst aber auch nur für die Bank reichen.