Fortuna Düsseldorf: Wohl weiter ohne André Hoffmann

Dennoch sind defensiv mehr Optionen vorhanden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 21.10.2020 | 07:21
André Hoffmann gegen Würzburg.

André Hoffmann ist noch nicht ins Mannschaftstraining der Fortuna zurückgekehrt. ©imago images/Laci Perenyi

Baustellen gibt es zwar auch in anderen Bereichen, doch die sechs Gegentore, die Fortuna Düsseldorf an den ersten vier Spieltagen kassiert hat, wären hochgerechnet wahrscheinlich zu viele, um den vergangene Woche zum offiziellen Saisonziel erkorenen Aufstieg zu schaffen. Die Hoffnung auf mehr Stabilität ist aber vorhanden und eng verknüpft mit André Hoffmann und Kevin Danso, die zum Auftakt beim Hamburger SV (1:2) und danach gegen die Würzburger Kickers (1:0) die Innenverteidigung bildeten.

Schon beim 1:2 bei Holstein Kiel fehlte dann aber Hoffmann wegen muskulären Problemen, während sich Danso eine überflüssige gelb-rote Karte einhandelte. Beim 2:2 am vergangenen Wochenende gegen Jahn Regensburg bildeten deshalb der spät verpflichtete Luka Krajnc, der schon in Kiel ordentlich debütiert hatte, und Youngster Jamil Siebert das Abwehrzentrum. Der 18-jährige Siebert deutete über weite Strecken sein großes Potential an, hatte indes auch beiden Regensburger Toren seinen Anteil.

Personal für eine Dreierkette wäre verfügbar

Für das schwierige Auswärtsspiel am Samstag bei Hannover 96 droht Hoffmann, der nach wie vor noch nicht wieder mit der Mannschaft trainieren konnte, erneut auszufallen. Danso ist nach verbüßter Sperre aber wieder dabei und ein heißer Kandidat für die erste Elf. Der Österreicher wird wohl neben Krajnc beginnen, während Siebert ebenso zunächst die Bank droht wie dem auch erst spät zum Kader gestoßenen Christoph Klarer.

Weil genügend gelernte Innenverteidiger zur Auswahl stehen, wäre es eine Überraschung, würde Trainer Uwe Rösler Routinier Adam Bodzek aus dem defensiven Mittelfeld in die letzte Reihe ziehen. Nicht ausgeschlossen ist aufgrund der vorhandenen Auswahl an Innenverteidigern derweil eine Umstellung auf die in der vergangenen Saison unter Rösler meist praktizierte Dreierkette. Diese Variante dürfte aber vor allem dann ein Thema werden, wenn mit Hoffmann auch der designierte Abwehrchef wieder parat steht.