FSV Frankfurt: Joni Kauko verletzt – Muss Uwe Stöver bald nachlegen?

Als am vergangenen Sonntag die Mannschaft des FSV Frankfurt am Bornheimer Hang vorgestellt wurde, fehlte einer der bislang sechs Neuzugänge noch. Joni Kauko (22), als Ersatz für den nach München gewechselten Yannick Stark verpflichtet, müsse noch bis zum 30. Juni seinen Vertrag beim finnischen Erstligisten FC Lahti erfüllen, hieß es – in Finnland wird die Saison von April bis Oktober ausgetragen und ist derzeit in vollem Gange. Als das Team gestern ins Kurztrainingslager aufbrach, saß Kauko aber überraschenderweise mit im Bus. Der dreifache finnische Nationalspieler konnte seine Zelte in der Heimat früher abbrechen, weil er wegen einer Verletzung bis auf weiteres nicht spielen kann. Im österreichischen Schärdling, wo der FSV bis zum Donnerstag mehrere Trainingseinheiten sowie ein Testspiel gegen den Bundesligisten SV Ried austrägt (heute 18:30 Uhr), kann er zwar ebenfalls nicht aktiv mitwirken, soll aber die Zeit nutzen, seine Mannschaftskollegen kennenzulernen und seine Deutschkenntnisse zu verbessern.

Wie Physiotherapeut Thomas Stubner gegenüber „Bild Frankfurt“ erläuterte, hat Kauko hat eine Einblutung am linken Schienbein und im Sprungelenk. „Wir werden ihn hier weiter behandeln. Zu Beginn des Trainingslagers nächste Woche in Bad Kreunznach fehlt er aber noch.“ Der Finne selbst meinte: „Ich habe im Spiel einen Tritt ans Bein bekommen. Ich denke, in drei Wochen bin ich wieder fit.“ Allerdings steht genau dann der erste Spieltag vor der Tür (19. bis 22. Juli), Kauko wird dann wohl noch kein Spiel mit seiner neuen Mannschaft bestritten haben. Gut möglich, dass FSV-Sportchef Uwe Stöver den nun schon dritten verletzungsbedingten Ausfall zum Anlass nimmt, den Kader noch einmal aufzustocken – dass das Geld für mindestens einen weiteren Neuzugang da sei, hatte Finanzgeschäftsführer Clemens Krüger am Sonntag bestätigt.

Mit Innnenverteidiger Tim Heubach, der nach seiner Adduktoren-OP wohl erst Ende September wieder auf dem Platz stehen wird, sowie dem Offensivmann Zafer Yelen, der wegen Achillessehnenproblemen frühestens in der übernächsten Woche das Training aufnehmen kann, fehlen Chefcoach Benno Möhlmann zum Saisonauftakt zwei weitere wichtige Spieler. Auf Kaukos Position im defensiven Mittelfeld könnte es aber auch eine interne Lösung geben. Neben dem gesetzten Manuel Konrad könnte Marc Heitmeier auf der Doppelsechs spielen, aber auch die beiden Nachwuchsspieler Marcel Kaffenberger und Ahmed Azaouagh (beide 19) könnten die Lücke theoretisch schließen. Beide haben bereits in der vergangenen Saison zeitweise mit dem Profikader trainiert, kamen allerdings nur in der U19-Bundesliga zum Einsatz.