Greuther Fürth: Ahmet Gürleyen deutet sein Potential an

Testspieler mit erstem 45-Minuten-Einsatz im Kleeblatt-Trikot

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 09.08.20 | 08:00
Stefan Leitl

War mit dem ersten Testspiel zufrieden: Stefan Leitl. © imago images / Eibner Europa

Am Ende der ersten Trainingswoche musste sich Greuther Fürth am gestrigen Samstag im ersten Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison gegen den SV Wehen Wiesbaden mit einem 2:2 begnügen. Gegen den Zweitliga-Absteiger brachte Branimir Hrgota die SpVgg früh per Elfmeter in Führung, kassierten aber kurz vor der Pause durch Gianluca Korte den 1:1-Ausgleich.

Trainer mit dem ersten Test zufrieden
„ Die Jungs haben Gas gegeben. ”
Stefan Leitl

Zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang Marco Meyerhöfer die erneute Führung, die Wiesbadens Marvin Ajani fünf Minuten vor dem Ende zum 2:2-Endstand egalisieren konnte. Das Ergebnis stand für Stefan Leitl indes nicht im Vordergrund: „Die Jungs haben Gas gegeben und vieles von dem, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben umgesetzt. Das ist in der aktuellen Vorbereitungsphase das Wichtigste“, so Fürths Trainer auf der vereinseigenen Webseite.

Mavraj als letzter erfahrener Innenverteidiger

Gegenüber nordbayern.de ging Leitl in seiner Analyse auch noch etwas mehr ins Detail: „Insgesamt denke ich, war die zweite Halbzeit besser als die erste, weil wir in der zweiten Halbzeit bis auf individuelle Ballverluste und eben das Gegentor nichts zugelassen haben. In der ersten Hälfte war es doch so, dass das eine oder andere Mal die Abstimmung nicht so gepasst hat, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Anteil an der aus Leitls Sicht stabileren zweiten Hälfte hatte auch Ahmet Gürleyen, der nach der Pause mit Mergim Mavraj die Innenverteidigung bildete. Der 21-Jährige lieferte ordentliche 45 Minuten ab und verschlechterte seine Chancen auf einen Vertrag beim Kleeblatt sicherlich nicht. Wann die Fürther Verantwortlichen über eine feste Verpflichtung des seit Dienstag im Probetraining weilenden Youngsters entscheiden, ist unterdessen noch offen.

Klar ist aber, dass der zuletzt an den FC Liefering verliehene Deutsch-Türke in Mainz aktuell keine Perspektive hat und die 05er dem zweifachen deutschen U20-Nationalspieler keine größeren Steine in den Weg legen werden. Neben dem 22-jährigen Paul Jaeckel und dem 20-jährigen Maximilian Bauer wäre Gürleyen in Fürth indes der dritte sehr junge Innenverteidiger. Abgesehen von Routinier Mavraj wäre in diesem Mannschaftsteil nach dem Karriereende von Marco Caligiuri damit nur wenig Erfahrung vorhanden.