Greuther Fürth: Branimir Hrgota als Glücksgriff

Schwede in den letzten 14 Spielen mit acht Toren und drei Vorlagen

Branimir Hrgota

Führt mit neun Treffern die interne Torschützenliste an: Branimir Hrgota. © imago images / Zink

Immerhin 104 Bundesliga-Spiele mit zwölf Toren und sieben Vorlagen hatte Branimir Hrgota auf dem Konto, als sein Vertrag bei Eintracht Frankfurt im vergangenen Sommer auslief. Dennoch dauerte es bis August, ehe der schwedische Angreifer mit Greuther Fürth einen neuen Arbeitgeber fand, der auch im Vertrauen auf das einst vor allem bei Borussia Mönchengladbach mehr oder weniger regelmäßig aufgeblitzte Potential Hrgotas mit einer ablösefreien Verpflichtung zuschlug.

Und am Fürther Ronhof dürfte man diese Entscheidung, die aufgrund von nur sieben Bundesliga-Einsätzen Hrgotas in den beiden Spieljahren zuvor sicher nicht ohne Risiko war, zu keiner Sekunde bereut haben. Zwar benötigte der erst nach dem zweiten Spieltag zum Kader von Trainer Stefan Leitl gekommene Offensivmann etwas Anlaufzeit, doch nach einem Treffer und einer Vorlage in seinen ersten acht Einsätzen startete der 27-Jährige durch.

Zuletzt mehr Vorbereiter als Torjäger

Ein Doppelpack Anfang November beim 3:1-Sieg gegen Darmstadt 98 ließ den Knoten platzen. Inklusive dieser beiden Treffer erzielte Hrgota vom zwölften bis zum 19. Spieltag in acht Begegnungen acht Tore und avancierte damit zum internen Top-Scorer. Vor der Corona-Pause blieb der dreifache A-Nationalspieler Schwedens zwar sechsmal in Folge ohne eigenes Tor, verbuchte in dieser Phase aber immerhin drei Vorlagen und steht nun bei vier Assists.

Insgesamt war Hrgota, der sowohl als Mittelstürmer als auch auf Rechtsaußen Gefahr ausstrahlt, an über 35 Prozent der bisherigen 37 Fürther Saisontreffer direkt beteiligt. Längst darf man die Verpflichtung Hrgotas als Glücksgriff bezeichnen, der keinen geringen Anteil daran hat, dass die SpVgg dem Saisonfinale als Tabellenfünfter gelassen entgegen sehen kann. Ob das auch für die Sommertransferperiode gilt, bleibt abzuwarten. Schließlich besitzt Hrgota, dessen Aufschwung sicher auch andernorts nicht unbeobachtet geblieben ist, nur noch einen Vertrag bis 2021.