Greuther Fürth: Julian Green nicht ohne Weiteres zu ersetzen

Tobias Mohr nutzt seine Chance im Derby nicht

Julian Green läuft Sandhausens Aziz Bouhaddouz davon.

Julian Green fehlt dem Kleeblatt länger. ©imago images/Zink

Während Greuther Fürth im Derby gegen den 1. FC Nürnberg auf die zuvor angeschlagenen Mergim Mavraj und Paul Seguin zurückgreifen konnte, verpasste mit Julian Green ein weiterer Stammspieler das torlose Unentschieden gegen den Erzrivalen. Nach einem während der Länderspielpause im Test gegen den Halleschen FC (0:0) erlittenen Teilabriss des Innenbandes im Knie droht der 24-Jährige sogar bis Weihnachten auszufallen.

Und schon die Partie gegen Nürnberg hat gezeigt, dass Green nicht ohne Weiteres ersetzt werden kann. Der vierfache Torschütze der laufenden Saison fehlt als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff und nicht zuletzt auch mit seinem Zug zum Tor.

Der gegen den Club neu in die Mannschaft gerückte Tobias Mohr konnte seine Chance in der Startelf allenfalls bedingt nutzen. Dem 24-Jährigen ist es bisher generell nur noch vereinzelt gelungen, an seine starken Leistungen aus dem Herbst 2018 anknüpfen. Danach wurde Mohr monatelang durch eine Knieverletzung außer Gefecht gesetzt. Zwar konnte sich der schnelle Außenbahnspieler in der Sommervorbereitung ins Team zurückkämpfen, doch vor der Green-Verletzung reichte es vier Mal in Folge nur zu einem Platz auf der Bank.

Mehrere personelle und taktische Varianten

Beim anstehenden Auswärtsspiel in Heidenheim ist Mohr aber wieder ein Kandidat als Green-Ersatz, wobei Trainer Stefan Leitl in diesem Fall wohl wieder ein 4-2-3-1 mit Paul Seguin und Sebastian Ernst als Doppelsechs aufbieten würde. Ebenso, sollten anstelle von Mohr Marvin Stefaniak, Jamie Leweling oder Kenny Redondo den Zuschlag erhalten.

Eine andere Option wäre es, Hans Nunoo Sarpei ins defensive Mittelfeld einzubauen. Ernst und Seguin hätten dann eine Absicherung hinter sich und Leitl könnte zum in den Wochen zuvor praktizierten 4-3-1-2 mit Havard Nielsen als Zehner hinter der Doppelspitze Branimir Hrgota und Daniel Keita-Ruel zurückkehren.