Greuther Fürth: Leitl will flexibler werden

Trainer strebt zusätzliches System an

Stefan Leitl als Trainer der SpVgg Greuther Fürth

Die bisherigen Anweisungen von Stefan Leitl zeigten Wirkung. ©Imago images/Joachim Sielski

4-3-3. In diesem System lief die SpVgg Greuther Fürth kontinuierlich in der Hinrunde auf, was sich für das Kleeblatt auszahlte: Mit 25 Punkten nach 18 Spielen stehen Mohr und Co. auf Rang acht, mit ebenso viel Rückstand zu den Aufstiegsrängen, wie Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hat die SpVgg nur einen Zähler mehr auf dem Konto, die Verbesserungen der Fürther sind allerdings besser am Torverhältnis abzulesen, das eine gute Balance wiedergibt.

Das Leitl-System funktioniert also. Sieben Siege gab es im grundsätzlich offensiv interpretierten 4-3-3, die im Schnitt 1,33 Gegentore pro Partie zählen zu den besseren Werten der Liga. Doch: Wer rastet, der rostet und so will sich auch Trainer Stefan Leitl nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen.

Neues System im Trainingslager

„Wir wollen noch eine weitere Grundordnung einüben, um noch flexibler zu werden“, so der Trainer im vereinseigenen „Kleeblatt-Magazin“. Wie seine Mannschaft dieses verinnerlichen soll, dafür hat Leitl auch schon einen Plan. „Im Trainingslager in der Türkei werden wir spielen, spielen, spielen. Um die ganzen Abläufe immer besser einzustudieren.“

Das angesprochene Trainingslager beginnt am kommenden Montag, im Laufe dessen stehen auch drei Testspiele auf dem Programm, wo das gewünschte neue System geübt werden kann. Dieses könnte dann auch darauf abzielen, bei Auswärtsspielen kompakter zu stehen. In der Fremde kassierte das Kleeblatt bisher nämlich bereits 16 Gegentreffer, blieb nur beim 0:0 in Osnabrück ohne Gegentor.

Wie dieses neue System dann aussehen könnte? Leitl gilt generell als Verfechter der Viererkette, die er auch bei Ex-Klub FC Ingolstadt spielen ließ. Davor allerdings wurde es bei den Schanzern unter dem Fußballlehrer durchaus variabel, der FCI agierte damals auch im 4-2-3-1 oder im 4-4-2 mit Doppelspitze. Letzteres wäre auch mit dem aktuellen Kleeblatt-Kader möglich – allerdings müsste Fürth dann sein kompaktes Dreieck im Mittelfeld aufgeben.