Greuther Fürth: Startet Marvin Stefaniak noch durch?

Wolfsburg-Leihgabe sichert späten Punkt in Darmstadt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 30.05.20 | 17:31

Marvin Stefaniak bei Greuther Fürth

Erzielte gegen Darmstadt seinen ersten Treffer im Kleeblatt-Trikot: Marvin Stefaniak. ©Imago images/Poolfoto

Die 40-Punkte-Marke zu knacken, ist Greuther Fürth zwar auch am Freitagabend nicht gelungen, doch anders als nach der 0:2-Niederlage am Dienstag gegen den VfL Osnabrück herrschte im Kleeblatt-Lager nach dem 1:1 bei Darmstadt 98 Zufriedenheit vor.

"Ich bin zufrieden mit dem Punkt. Ein Kompliment an meine Mannschaft, wie sie dann zurückgekommen ist und auch verdient den Ausgleich erzielt hat", lobte Trainer Stefan Leitl seine Schützlinge auf der Pressekonferenz nach der Partie, durfte dabei auch sich selbst ein wenig auf die Schulter klopfen. Denn Leitl zog in der 84. Minute mit der Einwechslung von Marvin Stefaniak für Julian Green den richtigen Joker.

Erst drei Minuten auf dem Platz war Stefaniak per Abstauber zur Stelle, nachdem Darmstadts Schlussmann Marcel Schuhen einen Kopfball von Daniel Keita-Ruel zunächst noch pariert hatte. Für den 25-Jährigen war es der erste Treffer im Kleeblatt-Trikot, der zugleich die Hoffnung nährt, dass der frühere Junioren-Nationalspieler am Ronhof doch noch durchstarten kann.

Leihe bis Sommer 2021

Für zwei Jahre vom VfL Wolfsburg ausgeliehen, verlief Stefaniaks erste Saison in Fürth bislang nicht wirklich zufriedenstellend. An den ersten beiden Spieltagen stand der Flügelspieler zwar in der Startelf und verbuchte beim 3:1-Sieg beim FC St. Pauli auch einen Assist, doch bis zur Winterpause kamen nur noch drei weitere Partien von Anfang an hinzu.

Während der Wintervorbereitung schaffte es Stefaniak dann zwar wieder, sich ins Team zu spielen, doch zwei durchwachsene Auftritte bei Jahn Regensburg (2:0) und gegen Hannover 96 (1:3) hatten die Rückversetzung ins zweite Glied zur Folge, ehe eine Fußblessur vor der Corona-Pause weitere Spielzeit gänzlich verhinderte.

Seit der Unterbrechung wurde Stefaniak immerhin in allen drei Partien eingewechselt und dürfte beim engen Programm der nächsten Wochen weitere Chancen erhalten. Dann gilt es für den Offensivmann, der im Sommer 2016 nach sechs Toren und 31 Vorlagen in zwei Drittliga-Jahren für Dynamo Dresden zahlreiche Angebote vorliegen hatte und sich frühzeitig für einen Wechsel zur Saison 2017/18 nach Wolfsburg entschied, den Treffer von Darmstadt zu bestätigen. Auch, damit eine vielversprechend gestartete und dann ins Stocken geratene Karriere vielleicht doch noch einmal richtig Fahrt aufnimmt.