Greuther Fürth: Stefan Leitl fürchtet „keinen Knacks“

Trainer nach der Pleite gegen Darmstadt aber "extrem enttäuscht"

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 16.12.20 | 07:33
Stefan Leitl

Enttäuscht vom Auftritt gegen Darmstadt: Stefan Leitl. © imago images / Zink

Am Wochenende beeindruckte Greuther Fürth noch mit einem 3:0-Sieg beim SV Sandhausen, obwohl Trainer Stefan Leitl zu Beginn der englischen Woche nicht nur auf den angeschlagenen Kapitän Branimir Hrgota verzichten musste, sondern aus Gründen der Belastungssteuerung auch die Stammkräfte Sebastian Ernst und Hans Nunoo Sarpei erst spät einwechselte.

Ernst und Sarpei waren nun am Dienstagabend gegen Darmstadt 98 wieder zurück in der Startelf, konnten einen schwarzen Tag und die dritte Saisonniederlage aber auch nicht verhindern. Nach einer guten Anfangsphase, in der David Raum nur die Latte traf und Paul Seguin an Lilien-Keeper Marcel Schuhen scheiterte, geriet das diesmal wieder mit Viererkette und Abdourahmane Barry statt Paul Jaeckel neben Mergim Mavraj in der Innenverteidigung aufgebotene Kleeblatt mit dem Sonntagsschuss von Darmstadts Tim Skarke in der 17. Minute zum 0:1 aus der Spur.

Dafür, dass Fürth anschließend nicht mehr zurück ins Spiel fand und am Ende sogar mit 0:4 unterging, hatte Mittelfeldmann Ernst auf der vereinseigenen Webseite eine einfache Erklärung parat: „Im Endeffekt muss man sagen, dass wir heute Null an unser Leistungsmaximum rangekommen sind, zu spät waren in den Zweikämpfen, gedanklich nicht so da.“

Vor Weihnachten noch in Braunschweig und Hoffenheim

Insbesondere die vier Gegentore waren für Ernst „nicht zu akzeptieren“, allerdings auch nur die Folge dessen, dass es nicht gelungen ist, an die Leistungen der letzten Wochen anzuknüpfen. „Wir wollten wieder ein gutes Spiel abliefern von der ersten Minute, das hat leider nicht funktioniert. Wir sind schon maßlos enttäuscht. Aber Kopf hoch, es geht weiter, in drei Tagen spielen wir wieder“, richtete der 25-Jährige den Blick direkt auch auf das samstägliche Gastspiel bei Eintracht Braunschweig.

„ Wir brauchen Disziplin und den Teamgedanken, um erfolgreich zu sein. ”
Stefan Leitl

Trainer Stefan Leitl, der offen einräumte, „extrem enttäuscht“ zu sein, glaubt unterdessen nicht an einen „Knacks, weil ich permanent darauf hinweise, dass jedes Spiel für uns eine Herausforderung ist.“ Ähnlich wie Ernst sah auch der Kleeblatt-Coach gegen Darmstadt sein Team weit unter seinen Möglichkeiten und das in grundlegenden Dingen: „Wir brauchen Disziplin und den Teamgedanken, um erfolgreich zu sein. Wir verteidigen im Gesamtverbund, und wir haben im Gesamtverbund nicht so diszipliniert verteidigt wie die Spiele zuvor.“

In Braunschweig und danach im DFB-Pokal bei der TSG 1899 Hoffenheim geht es für Fürth nun darum zu verhindern, dass ein starkes Halbjahr vor Weihnachten Kratzer bekommt. Und auch mit Blick auf die Tabelle, in der die SpVgg mit zwei, drei weiteren Partien ohne Sieg im Mittelfeld angekommen wäre, sollte wieder gepunktet werden.