Hamburger SV: Entscheidung in der Trainerfrage steht bevor

Zeichen bei Hannes Wolf auf Trennung

Hannes Wolf

Wenig Argumente in eigener Sache: Hannes Wolf. © imago images / Eibner

Mit dem achten Spiel in Folge ohne Sieg hat der Hamburger SV am gestrigen Sonntag auch die letzte Chance auf die direkte Rückkehr in die Bundesliga verspielt. Nach dem 1:4 beim SC Paderborn ist zwar sehr theoretisch die Relegation noch möglich, doch werden die Hanseaten am letzten Spieltag keine drei Punkte und 21 Tore auf den 1. FC Union Berlin aufholen.

Vielmehr geht es nun an die Planung der neuen Saison, die unter alles andere als einfachen Vorzeichen stattfindet. Finanziell steht der angeschlagene Verein vor enormen Herausforderungen, zumal externe Unterstützung aktuell fraglich und nach jetzigem Stand auch noch kein Hauptsponsor vorhanden ist.

Im Kader steht ein Umbruch bevor. Im Zuge dessen müssen der Gehaltsetat reduziert und Einnahmen generiert werden, um selbst nach den bereits verpflichteten David Kinsombi, Jeremy Dudziak und Jan Gyamerah für frisches Blut im Aufgebot sorgen zu können. Ein wesentlicher Faktor dürfte dabei der Verkauf von Douglas Santos sein, der eine zweistellige Millionenablöse bringen soll, mit seiner Qualität aber natürlich auch eine Lücke reißt.

Becker ohne Bekenntnis zum Trainer

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sportvorstand Ralf Becker zeitnah treffen muss und auch wird, betrifft den Trainerposten. Der erst im Herbst verpflichtete und stark gestartete Hannes Wolf hat nach dem Negativlauf der vergangenen Wochen und Monate kaum Argumente in eigener Sache, zumal weder eine entscheidende Weiterentwicklung der Mannschaft noch von einzelnen Spielern erkennbar war.

Trotz eines Vertrages bis Sommer 2020 ist wenig wahrscheinlich, dass der HSV mit Wolf die neue Saison in Angriff nimmt. Ein neuer Trainer könnte anders als der 38-Jährige ohne den Makel des verpassten Aufstieges beginnen und würde anders als Wolf bei einem möglicherweise schwierigeren Start in die neue Spielzeit nicht direkt wieder ins Kreuzfeuer der Kritik rücken.

Öffentlich hat sich Becker im Nachgang der Partie in Paderborn noch zurückgehalten, aber eine intensive Analyse angekündigt und ein Bekenntnis zu Wolf vermieden. Ungeachtet dessen wäre es überraschend, würde der HSV am Coach festhalten, zumal laut „Sky“ bereits Gespräche mit anderen Trainern bzw. deren Beratern stattgefunden haben sollen.

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