Hamburger SV: Offene Worte von Matchwinner Aaron Hunt

Kapitän mit der Leistung unzufrieden

Aaron Hunt

Traf bei seinem Comeback kurz vor Schluss zum Sieg gegen Fürth: Aaron Hunt © Imago / Claus Bergmann

Nach zuletzt nur einem Punkt aus den Spielen beim 1. FC Heidenheim (2:2) und beim SSV Jahn Regensburg (1:2) hat der Hamburger SV am gestrigen Montag gegen die SpVgg Greuther Fürth zumindest ergebnistechnisch wieder in die Spur gefunden. Mit einem 1:0-Erfolg gegen die Franken kehrte der HSV auf den zweiten Platz zurück und fiebert nun dem Derby am Sonntag beim FC St. Pauli entgegen.

Dann allerdings wird sich der HSV anders präsentieren müssen, um am Millerntor die angestrebten drei Punkte mitnehmen zu können. Denn abgesehen von einer engagierten Anfangsphase war die Leistung gegen Fürth äußerst überschaubar und hätten die Gäste die Partie vollzählig zu Ende spielen können, wäre es vermutlich schwierig geworden.

Wir haben richtig schlecht gespielt. (Aaron Hunt)

So aber glückte ausgerechnet Kapitän Aaron Hunt bei seinem Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause fünf Minuten vor Schluss doch noch der Siegtreffer. Der Routinier fand nach dem Spiel gegenüber kicker.de gleichwohl ebenso offene wie harte Worte: „Wir haben richtig schlecht gespielt, das muss man schon sagen. Wir haben viel zu wenig Druck erzeugt und eine ganz schlechte zweite Halbzeit gespielt. Erst nach der Roten Karte haben wir es ein bisschen besser gespielt.“

Der Fokus richtet sich auf St. Pauli

Ebenfalls kein Blatt vor den Mund nahm auf der vereinseigenen Webseite ein alles andere als zufriedener Trainer Hannes Wolf: „Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten direkt ein paar gute Szenen. Dann haben wir aber auf eklatante Weise den Zugriff aufs Spiel verloren. Da will ich nichts schönreden. So eine Leistung wie heute darf uns nicht noch einmal passieren.“

So eine Leistung wie heute darf uns nicht noch einmal passieren. (Hannes Wolf)

Im Derby beim FC St. Pauli hat der HSV freilich auch die große Chance, seinen Anhang für die zuletzt enttäuschenden Auftritte zu versöhnen. „Wir haben ein wichtiges Spiel für diese Stadt vor uns und sind uns der Bedeutung komplett bewusst“, so Wolf, der den Fokus ab sofort komplett auf die Partie am Millerntor richtet: „Wir müssen definitiv besseren Fußball spielen und haben ein paar Tage Zeit, um an den Dingen zu arbeiten.“

Trotz der nicht überzeugenden Leistungen der letzten Wochen liegt der HSV drei Punkte vor dem drittplatzierten 1. FC Union Berlin und vier Zähler vor dem FC St. Pauli, der mit einem Sieg im direkten Duell vielleicht schon vorentscheidend distanziert werden könnte.

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