Hannover 96: Anton und Maina als Schlüsselpersonalien?

Eigengewächse wecken andernorts Begehrlichkeiten

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 31.03.20 | 07:58
Linton Maina

Linton Maina wrd aktuell mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht. © imago images / Revierfoto

Während bei vielen anderen Vereinen bereits entsprechende Regelungen getroffen worden sind, kommen bei Hannover 96 laut dem Sportbuzzer am heutigen Dienstagabend Klubboss Martin Kind, der Sportliche Leiter Gerhard Zuber und der Mannschaftsrat zusammen, um einen Gehaltsverzicht zu beschließen. Nachdem die Mannschaft die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert hat, in der Corona-Krise auf Geld zu verzichten und in den vergangenen Tagen einige Gespräche über die Art und Weise geführt wurden, ist ein Vollzug heute nicht unwahrscheinlich.

Sicher noch keine Entscheidungen fallen werden kurzfristig in Sachen Spielertransfers. Weil derzeit nicht klar ist, mit welchem Budget geplant werden kann, sind dem für die Personalplanung zuständigen Zuber sowie Trainer Kenan Kocak, die beide zeitnah verlängern sollen, die Hände weitgehend gebunden. Allerdings wären wohl auch dann, wenn die aktuelle Saison regulär beendet werden kann und folglich die noch ausstehenden TV-Gelder fließen, auf dem sommerlichen Transfermarkt nicht die ganz großen Sprünge drin.

Kind rechnet mit Antons Abgang

Deutlich erweitern könnten den Spielraum indes die Abgänge von zwei Eigengewächsen, die mit ihren Leistungen auch andernorts Begehrlichkeiten wecken. Zum einen Waldemar Anton, für den Hannover bereits im vergangenen Sommer millionenschwere Angebote abgelehnt hat, und zum anderen Linton Maina, der vom Sportbuzzer mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wird und für den es auch Interessenten aus England geben soll.

Auch Anton wird im Zusammenhang mit dem 1. FC Köln genannt. Da Hannover den von den Geißböcken ausgeliehenen Jannes Horn gerne halten würde, steht aktuell eine zumindest anteilige Verrechnung insbesondere mit Maina im Raum.

Bei Maina, der noch einen Vertrag bis 2022 besitzt und dessen Potential eine Weiterentwicklung erwarten lässt, besitzt Hannover aber keinen Druck und gute Karten bei möglichen Ablöseverhandlungen. Anders bei Anton, dessen Arbeitspapier schon 2021 endet und mit dessen längerfristigem Verbleib Klubboss Kind nach internen Gesprächen nicht mehr rechnet: „Wir interpretieren seine Aussagen so, dass er uns verlassen will.“

Weil Anton nicht seine allerbeste Saison spielt und im nächsten Jahr ein ablösefreier Wechsel möglich wäre, dürfte es aber kaum möglich sein, eine zweistellige Millionenablöse zu generieren, zumal aufgrund der Corona-Krise generell damit gerechnet wird, dass der Transfersommer eher ruhig und mit deutlich niedrigeren Ablösesummen verlaufen wird.

Nichtsdestotrotz sind Anton und auch Maina wohl ein wesentlicher Faktor in den Planungen Hannovers und letztlich auch die beiden einzigen Akteure im Kader, die einen so hohen Erlös versprechen, dass im Gegenzug echte Verstärkungen an Land gezogen werden könnten.

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