Hannover 96: Doll beklagt fehlenden Anstand

Keine Verabschiedung durch Schlaudraff

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Freitag, 03.04.2020 | 12:50
Thomas Doll

Thomas Doll hatte keine gelungene Zeit bei 96. ©Imago images/Eibner

Thomas Doll musste nach einer durch ihn nicht zu stoppenden Talfahrt bei Hannover 96 im Sommer gehen. Die Art der Verabschiedung fand der Ex-Profi aber nicht in Ordnung.

Freifahrtschein für Schlaudraff

Dem Portal „Spox“ berichtet der zur Zeit vereinslose Trainer, dass er praktisch durch die Medien von seinem Aus erfahren habe, auch wenn er es hatte kommen sehen. Besonders, dass Sportdirektor Jan Schlaudraff sich nicht mehr meldete, stößt dem 53-Jährigen sauer auf.

Er wurde im April, also ein paar Wochen vor dem Saisonende, zum Sportchef ernannt und bekam praktisch einen Freifahrtschein. Er war bei allen Mannschaftssitzungen und Trainingseinheiten dabei. Den Trainer dann nicht vernünftig zu verabschieden, zeigt mir, wie so manch einer in diesem Geschäft tickt“, so Doll.

Der früher Coach des HSV und BVB hatte im Winter an der Leine übernommen, holte in 15 Partien mit den 96ern aber nur zehn Punkte und stieg letztlich ab. Als Nachfolger kam im Sommer zunächst Mirko Slomka zurück, auch auf Betreiben Schlaudraffs, wurde inzwischen aber auch schon freigestellt, ebenso wie Schlaudraff.

Doll lebt inzwischen nach einer kurzen Amtszeit auf Zypern, wo er trotz sportlichen Erfolges freigestellt wurde, wieder in Budapest und muss dort auch auf Grund der Corona Krise vorerst bleiben.

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