Hannover 96: In Bochum von Anfang an mit Raute?

Umstellung bringt gegen Aue den Erfolg

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 11.12.19 | 10:46
Marvin Ducksch

Marvin Ducksch hat sich gegen Aue als zweite Spitze empfohlen. © imago images / Joachim Sielski

Während medial bereits die ersten Namen von Spielern kursieren, die Hannover 96 nach der Winterpause verstärken könnten, will Trainer Kenan Kocak mit seiner Mannschaft zunächst den positiven Trend von zwei Siegen in Folge fortsetzen und am Freitag im Auswärtsspiel beim VfL Bochum möglichst den nächsten Dreier nachlegen. Zumindest für eine Nacht wäre dieser gleichbedeutend mit dem Sprung in die obere Tabellenhälfte, in der 96 im neuen Jahr dann dauerhaft mitmischen will.

Gespannt darf man sein, welchem Personal und insbesondere auch welcher Grundordnung Kocak in Bochum das Vertrauen schenken wird, wobei das eine in unmittelbarem Zusammenhang mit dem anderen steht.

Gegen Aue begann Hannover im 4-2-3-1 mit Marvin Bakalorz und Genki Haraguchi auf der Doppelsechs sowie einer offensiven Dreierreihe bestehend aus Linton Maina, Florent Muslija und Emil Hansson hinter Hendrik Weydandt als einziger Spitze. In dieser Besetzung tat sich 96 allerdings schwer, zwingende Chancen zu erspielen, was sicherlich auch daran lag, dass gerade Muslija und Hansson nicht ihren besten Tag erwischten.

Mehr Torgefahr mit Mittelfeldraute und Doppelspitze

Beide mussten dann Mitte der zweiten Hälfte für Marc Stendera und Marvin Ducksch weichen. Im Zuge dessen stellte Kocak auf eine Mittelfeldraute um und stellte Weydandt mit Ducksch einen Sturmpartner zur Seite. Eine Co-Produktion der beiden führte denn auch zum Ausgleich, als Weydandt eine Freistoßflanke von Ducksch einköpfte. Und Weydandt, der als Nebenmann von Ducksch nicht mehr alleine im Fokus der Auer Defensive stand, fungierte per Kopfballablage schließlich auch als Wegbereiter für Haraguchis späten Siegtreffer.

Doch nicht nur in der Offensive lief es nach der Umstellung besser. Auch das mit Marvin Bakalorz auf der Sechs, Maina auf der Zehn sowie Haraguchi und Stendera auf den Halbpositionen in einer Raute angeordnete Mittelfeld konnte deutlich mehr Druck entwickeln als in der ersten Stunde.

Den Eindrücken der Partien gegen Aue zufolge wäre es nur logisch, würde Trainer Kocak in Bochum von Beginn an auf ein 4-4-2 bauen. Allerdings muss sich 96 in Bochum auf einen aktiven und offensivstarken Gegner einstellen, gegen den auch ein zweiter Sechser gefragt sein könnte. Kocak steht folglich vor nicht einfachen Fragen, die sich mit zwei Siegen im Rücken aber einfacher beantworten lassen als inmitten einer Negativserie.

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