Hannover 96: Luan als Ergänzung für die Innenverteidigung?

Brasilianer vom SKN St. Pölten soll ein Thema sein

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 03.09.20 | 08:11
Luan Leite Da Silva von St. Pölten

Luan könnte wieder brasilianisches Flair zu 96 bringen. ©Imago images/GEPA Pictures

Nachdem die Verträge mit Felipe und dem inzwischen bei Fortuna Düsseldorf gelandeten Edgar Prib aufgelöst worden sind, hat Hannover 96 sämtliche, von Trainer Kenan Kocak ausgemusterte Akteure abgegeben. Ron-Robert Zieler (1. FC Köln) und Marvin Bakalorz (Denizlispor) haben den Verein zuvor schon verlassen. Der Abgang des Quartetts spart Hannover zwar unter dem Strich einiges, doch zunächst flossen laut der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 3.9.2020) alleine an Abfindungen rund 1,5 Millionen Euro.

Dennoch ist offenbar genügend Geld vorhanden, um den Kader in den kommenden Tagen und Wochen bis Transferschluss am 5. Oktober noch zu verstärken. Wie die „Neue Presse“ weiter berichtet, hält man intern noch mindestens drei weitere Neuzugänge für nötig, die allesamt sofort weiterhelfen sollen und für die man auch tiefer in die Tasche greifen würde.

Weiterhin im Raum stehen dabei die möglichen Verpflichtungen von Tolgay Arslan und Patrick Twumasi, wobei in beiden Fällen der Durchbruch noch aussteht.

Bereits vier Innenverteidiger im Kader

Kommen könnte unabhängig von der Suche nach echten Verstärkungen nach dem Abgang von Felipe offenbar auch noch eine Ergänzung für die Innenverteidigung.

Obwohl mit Marcel Franke, Timo Hübers, Baris Basdas und Josip Elez bereits vier zentrale Abwehrspieler im Kader stehen, soll sich 96 laut Bild mit dem Brasilianer Luan Leite da Silva, kurz Luan, vom österreichischen Erstligisten SKN St. Pölten beschäftigen. Der 24-Jährige spielt bereits seit Anfang 2015 in Österreich und ist über Stationen beim FC Liefering und bei Sturm Graz 2018 in St. Pölten gelandet, würde damit zumindest sprachlich keine Anpassungsschwierigkeiten haben.

Der 1,86 Meter große Luan, der auch als rechter Verteidiger eingesetzt werden kann, verfügt über die Erfahrung aus 70 Einsätzen in der österreichischen Bundesliga, müsste indes aus einem bis 2022 laufenden Vertrag herausgekauft werden. Inwieweit Hannover bereit ist, in einen weiteren zentralen Abwehrspieler zu investieren, bleibt freilich abzuwarten. In anderen Bereichen scheint der Bedarf zumindest größer.