Hannover 96: Mit Ducksch und Weydandt gegen den KSC?

Joker empfehlen sich in Osnabrück

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 24.05.20 | 08:36

Marvin Ducksch

Erfolgreich gegen Aufsteiger: Am 3. Spieltag traf Marvin Ducksch gegen Wehen Wiesbaden doppelt - jetzt gegen Osnabrück. © imago images / Revierfoto

Lange sah es am Samstagnachmittag nicht nach einem gelungenen Re-Start für Hannover 96 aus. Bis zu 75. Minute lag die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak bei einem stabil wirkenden VfL Osnabrück mit 1:2 zurück, ehe in der Endphase die Partie doch noch gedreht und mit einem 4:2-Erfolg drei Punkte mitgenommen werden konnten.

Wesentlichen Anteil daran, dass 96 die vor der Corona-Pause begonnene Serie auf nun drei Siege am Stück ausbauen und die schon die gesamte Saison über an den Tag gelegte Auswärtsstärke bestätigen konnte, hatten zwei Angreifer, für die es zunächst nicht für die Startelf reichte. Nachdem John Guidetti und Cedric Teuchert in den ersten 58 Minuten als Sturmduo nur wenig bewegen konnten, schickte Kocak für die letzte halbe Stunde Marvin Ducksch und Hendrik Weydandt auf den Platz, die ihre Chance nutzen konnten.

Ducksch mit Doppelpack binnen fünf Minuten

Ducksch traf zunächst in der 75. Minute per Elfmeter zum Ausgleich und verwandelte nur fünf Minuten später eine Hereingabe von Weydandt trocken zum 3:2. Noch bevor Genki Haraguchi mit dem vierten Treffer die letzten Zweifel am Auswärtssieg beseitigte, schnupperte Ducksch sogar am lupenreinen Hattrick, zielte bei einem Freistoß und einem weiteren Abschluss aber nicht genau genug.

Nichtsdestotrotz hat der zweite Sturm Werbung in eigener Sache betrieben und darf hoffen, am Mittwoch im Heimspiel gegen den Karlsruher SC von Anfang an den Zuschlag zu erhalten. Der von nicht wenigen Beobachtern schon abgeschriebene und als Verkaufskandidat gehandelte Ducksch jedenfalls wäre bereit. "Ich persönlich kann nur das auf dem Platz wiedergeben, wie ich mich die letzten Wochen gefühlt habe und ich habe die letzten Wochen, glaube ich, gut trainiert", so der Kommentar des Zweitliga-Torschützenkönigs von 2017/18 auf der vereinseigenen Webseite.

Forderungen will Ducksch aber keine stellen, sondern weiterhin mit der Mannschaft Erfolg haben. Nicht unwahrscheinlich, dass der 26-Jährige dazu gegen den KSC von der ersten Minute an beitragen kann - womöglich auch an der Seite von Weydandt.