Hannover 96: Nachbesserungen im Winter möglich

Gerhard Zuber sieht im Sturm Luft nach oben

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.20 | 08:10
Gerhard Zuber und Kenan Kocak

Gerhard Zuber (l.) denkt schon an den winterlichen Transfermarkt. © imago images / Sven Simon

Angesichts von sieben Heimsiegen in Serie und sogar 13 aufeinanderfolgenden Partien im eigenen Stadion ohne Niederlage blickt man bei Hannover 96 mit einem guten Gefühl auf die Begegnung am Samstag gegen Erzgebirge Aue. Dann freilich muss die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak auch wieder einen schwachen Auswärtseindruck und die 1:4-Niederlage bei Greuther Fürth wettmachen, soll die anschließende Länderspielpause nicht unruhig verlaufen.

Obwohl die Ausgangslage im Rennen um den mehr oder weniger offen angepeilten Aufstieg in die Bundesliga mit jeweils zwei Punkten Rückstand auf die Plätze zwei und drei ordentlich ist, denken die 96-Verantwortlichen laut der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 04.11.2020) schon jetzt über mögliche Nachbesserungen in der Wintertransferperiode nach.

„ Es ist nicht so, dass wir im Sturm bisher alle überflügeln. ”
Gerhard Zuber

Sportdirektor Gerhard Zuber lässt dabei sogar durchblicken, wo seiner Ansicht nach am ehesten Handlungsbedarf besteht: „Es ist nicht so, dass wir im Sturm bisher alle überflügeln.“

Es fehlt an Alternativen zu Ducksch und Weydandt

Eine durchaus bemerkenswerte Aussage, sind zwei Tore und drei Vorlagen von Marvin Ducksch an den ersten sechs Spieltagen doch sicherlich keine völlig enttäuschende Ausbeute. Hendrik Weydandt bringt es ebenfalls auf zwei Treffer, stand indes nur vier Mal in der Startelf.

Durchaus richtig aber ist, dass den beiden Mittelstürmern ein echter Konkurrent fehlt. Valmir Sulejmani hat es nach seiner Rückkehr von Waldhof Mannheim bisher nur zu fünf Joker-Einsätzen gebracht, ist indes ohnehin nicht auf das Sturmzentrum festgelegt. Der auch schon in vorderster Front eingesetzte Linton Maina scheint derweil zurückhängend bzw. auf Außen wertvoller. Und Youngster Mick Gudra braucht nach einem Kreuzbandriss wohl noch länger Zeit, um sich auf Profi-Niveau heranzuarbeiten.

Die „Neue Presse“ nennt nun wieder Serdar Dursun von Darmstadt 98 als möglichen Kandidaten für einen Wintertransfer. Der 29-Jährige, der für die Lilien bereits vier Mal getroffen hat, stand bereits im Sommer auf der Wunschliste, war letztlich aber zu teuer. Angesichts eines auslaufenden Vertrages scheint die Hoffnung auf einen sinkenden Preis realistisch. Allerdings dürfte Hannover nicht der einzige Klub sein, der Dursun auf dem Schirm hat.