Hannover 96: Niklas Hult wackelt

Linksverteidiger droht für Heidenheim auszufallen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 10.12.20 | 07:12
Kenan Kocak

Kenan Kocak muss seine Erfolgself von Hamburg womöglich umbauen. © imago images / Sven Simon

Den 1:0-Sieg vom vergangenen Wochenende beim Hamburger SV würde Hannover 96 am Samstag beim 1. FC Heidenheim im zweiten Auswärtsspiel in Folge gerne bestätigen, wohlwissend, dass der Klub von der Ostalb im eigenen Stadion eine Macht ist. Nichtsdestotrotz reist 96 mit der Hoffnung auf den nächsten Dreier, mit dem der Anschluss ans vordere Drittel hergestellt werden könnte, nach Heidenheim.

Dort allerdings muss Trainer Kenan Kocak seine in Hamburg erfolgreiche Elf möglicherweise unfreiwillig umstellen. Denn hinter dem Mitwirken von Niklas Hult steht aktuell ein dickes Fragezeichen. Der schwedische Linksverteidiger musste das Donnerstagstraining wegen Oberschenkelproblemen abbrechen, die indes nicht neu, sondern laut der Neuen Presse bereits vor dem Spiel in Hamburg aufgetreten waren.

Philipp Ochs als erste Option?

Eine Prognose für Samstag gibt es zwar noch nicht, doch kommt Kocak sicherlich nicht um einen Plan B ohne Hult herum, der seit seiner Verpflichtung im Sommer bislang nur eine Partie verpasst hat. Das 1:4 Anfang November bei Greuther Fürth alleine am Fehlen des 30-Jährigen festzumachen, wäre zwar sicherlich etwas übertrieben, doch in den übrigen neun Begegnungen mit Hult ließ 96 lediglich neun Gegentreffer zu.

In Fürth begann Sei Muroya als Linksverteidiger, der auch diesmal eine Option darstellt, allerdings in Hamburg auf der rechten Abwehrseite begann. Rückt Muroya nach links, würde wohl wieder Kingsley Schindler vom rechten Flügel eine Reihe nach hinten gezogen, der in defensiverer Rolle indes bisher nur bedingt überzeugen konnte. Wahrscheinlicher ist deshalb, dass Kocak seine rechte Seite unverändert ließe und links den nach einer Prellung wieder fitten Philipp Ochs brächte.

Noch aber ist die Hoffnung auf Hults Mitwirken vorhanden. Zumindest in den Kader rücken dürfte unterdessen der nach seiner Mitte November erlittenen Kniestauchung ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Timo Hübers, bei dem Kocak kein verfrühtes Risiko eingehen will. Der Einsatz von Michael Esser, der am Mittwoch wegen Leistenproblemen auf dem Trainingsplatz fehlte, ist unterdessen laut offizieller 96-Mitteilung nicht gefährdet.