Holstein Kiel: Markus Anfang weiter Wunschkandidat beim 1. FC Köln?

Marvin Ducksch kaum zu halten

Markus Anfang

Offenbar weiter im Visier des 1. FC Köln: Markus Anfang © Imago / Eibner

Nach zehn sieglosen Spielen in Folge unternimmt Holstein Kiel am Sonntag beim FC St. Pauli den nächsten Anlauf, den Bann zu brechen. Just bei den Kiez-Kickern, die den Störchen die bislang einzige Heimniederlage beigebracht haben, will Kiel wieder in die Erfolgsspur zurückkehren und den andernfalls gefährdeten dritten Platz festigen.

Seinen Teil dazu beitragen will natürlich auch Marvin Ducksch, für den das Gastspiel am Millerntor keine gewöhnliche Partie ist. Der Angreifer, der mit zwölf Treffern gemeinsam mit Mikael Ishak und Sebastian Polter die Torjägerliste der 2. Bundesliga anführt, ist von St. Pauli nur ausgeliehen und steht dort noch bis 2019 unter Vertrag.

Becker zeigt sich im Fall Ducksch realistisch

Ob Ducksch im Sommer nach Hamburg zurückkehren wird, ist gleichwohl fraglich. Die starke Saison des 23-Jährigen hat auch andernorts Interesse geweckt und lukrative Angebote sind nicht auszuschließen. Für Kiel dürfte es auf jeden Fall richtig schwer werden, den Angreifer zu halten. Eine realistische Möglichkeit wird wohl nur im Aufstiegsfall bestehen.

Da stoßen wir wahrscheinlich an unsere wirtschaftlichen Grenzen. (Ralf Becker)

Sportdirektor Ralf Becker gibt sich in Bild indes schon jetzt keinen Illusionen hin: „Es ist ja kein Geheimnis, dass Marvin sich bei uns sehr wohlfühlt. Wir werden zwar alles versuchen, dass er bleibt – aber das wird sehr schwer. Da stoßen wir wahrscheinlich auch an unsere wirtschaftlichen Grenzen.“

Anfang noch bis 2019 unter Vertrag

Alles versuchen wird man in Kiel auch, um Erfolgstrainer Markus Anfang von einer Zukunft im Klubs zu überzeugen. Schon als Anfang Dezember das Interesse des 1. FC Köln publik wurde und Anfang ein klares Bekenntnis zu den Störchen schuldig blieb, musste um den Verbleib des 43 Jahre alten Fußball-Lehrers gebangt werden.

Und möglicherweise geht das Bangen nun von Neuem los. Denn Anfang soll laut dem Express in Köln weiterhin der Top-Kandidat für den wahrscheinlich nötigen Neuaufbau in Liga zwei sein. Dass der im Dezember vom Interims- zum Cheftrainer beförderte Stefan Ruthenbeck seine Arbeit bei den Geißböcken im Abstiegsfall fortsetzen darf, gilt als unwahrscheinlich. Gut möglich, dass der FC dann wieder bei Anfang vorfühlt.

Angesichts eines bis 2019 laufenden Vertrages sitzt Kiel aber am längeren Hebel. Köln dürfte somit kaum um eine Ablösezahlung herumkommen, sollte man sich mit Anfang einigen.

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