Holstein Kiel: Sieg trotz kuriosem Elfmetergegentor

Michael Eberwein verursacht als Ersatzspieler einen Strafstoß

Jae-Sung Lee

Brachte Kiel gegen Bochum früh in Führung: Jae-Sung Lee. © imago images / Holsteinoffice

Mit dem gestrigen 2:1 gegen den VfL Bochum hat Holstein Kiel den 1:0-Coup beim VfB Stuttgart bestätigt und sich in der Tabelle erstmals in dieser Saison richtig Luft verschafft. Die Störche kletterten im ersten Spiel nach der Ernennung von Ole Werner zum Cheftrainer zumindest für eine Nacht auf Platz sechs. Dabei sah es zwischenzeitlich so aus, als würde man sich nach Spielschluss richtig ärgern müssen.

Denn nach der frühen Führung durch Jae-Sung Lee kassierte Kiel vor der Pause einen angesichts einer schwachen Bochumer Offensivleistung ebenso unnötigen wie kuriosen Ausgleich. Ersatzspieler Michael Eberwein stoppte nach 37 Minuten einen Schuss von VfL-Stürmer Silvere Ganvoula, der am Tor vorbeigegangen wäre, bereits vor Überschreiten der Auslinie.

Gemäß eines im Sommer leicht veränderten Regelwerks (Punkt „Vergehen von Auswechselspielern und Teamoffiziellen“) waren die Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Timo Gerach und die gelbe Karte für Eberwein auf Hinweis des VAR die logische Folge. Ganvoula ließ sich nicht lange bitten und verwandelte zum Bochumer Ausgleich.

Eberwein noch ohne Zweitliga-Einsatz

Weil Janni Serra, der kurz vor der Pause noch mit einem Kieler Strafstoß an Gästeschlussmann Manuel Riemann gescheitert war, in der 52. Minute aber die erneute Führung der Störche besorgt und diese dann auch bis zum Ende Bestand hatte.

Eberwein, der seit seiner Verpflichtung von Fortuna Köln im Sommer noch auf seinen ersten Zweitliga-Einsatz wartet, wird der Abend aber wohl trotzdem in nicht allzu guter Erinnerung bleiben. Und der 23-Jährige wird vermutlich zumindest in den nächsten Wochen noch einige Male damit konfrontiert.

„Das war natürlich eine Wahnsinnsszene, über die wir jetzt lachen können. Michael Eberwein muss sich aber wohl für den Rest der Saison ein paar Sprüche anhören“, nahm Kiels Trainer Ole Werner den Fauxpas seines Ersatzspieler indes schon nach Spielschluss bei „Sky“ locker. Ohne die drei Punkte hätte es aber womöglich anders ausgesehen…

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