HSV beschäftigt sich mit Johnson

Hinten rechts ist die Personaldecke dünn

Fabian Johnson gegen Leipzigs Willi Orban.

Fabian Johnson (v.) ist in Mönchengladbach nur noch Ersatz. ©imago images/Team 2

Mit Mühe schleppte sich der HSV in die Winterpause, aus den letzten vier Spielen vor Weihnachten holte der Aufstiegskandidat lediglich zwei Punkte. Dass die „Rothosen“ in Anbetracht ihrer ambitionierten Ziele und trotz Tabellenplatz zwei auf dem Transfermarkt tätig werden, wollten die Verantwortlichen bereits vorher nicht ausschließen.

Speziell die Position des Rechtsverteidigers dürfte in den Fokus rücken, dort fehlen mit Jan Gyamerah (Wadenbeinbruch) und Josha Vagnoman (Fußbruch) bereits zwei Spieler länger und werden das auch weiterhin tun. Aus der Not machte Trainer Dieter Hecking eine Tugend und beorderte zuletzt Khaled Narey eine Position nach hinten.

Gegengewicht zu Leibold?

Wie nun das Abendblatt berichtet, sollen sich die Verantwortlichen daher mit Fabian Johnson von Borussia Mönchengladbach beschäftigen. Beim Bundesligisten kommt der 32-Jährige unter Trainer Marco Rose kaum noch zum Zug, lediglich vier Einsätze konnte er in der Hinrunde verbuchen. Durch Verletzungen verpasste er jedoch auch acht Bundesliga-Partien.

Der 32-Jährige ist variabel einsetzbar, kann auf beiden Flügeln sowohl offensiv wie defensiv eingesetzt werden und könnte durch seinen Vorwärtsdrang das passende Gegengewicht zu Tim Leibold bilden, der die Rolle des Linksverteidigers offensiv interpretiert und so bereits neun Treffer auflegte.

46 Partien unter Hecking

Aus der gemeinsamen Zeit bei den Fohlen ist HSV-Coach Dieter Hecking zudem bestens mit den Fähigkeiten des 57-fachen US-Nationalspielers vertraut. 46 Partien bestritt Johnson unter Hecking, kennt daher dessen Spielansatz und würde wohl keine große Anlaufzeit im Volkspark benötigen.

Da sein Kontrakt bei der Borussia ohnehin nur noch bis zum Sommer gültig ist, dürfte sich eine eventuell anfallende Ablöse im überschaubaren Rahmen bewegen. Ob sich Johnson einen Wechsel in die 2. Liga aber vorstellen kann, bleibt ebenso abzuwarten wie die Einschätzung des HSV des Gesamtpakets: So hatte Johnson in der Spielzeit 2017/18 mit hartnäckigen Rückenproblemen zu kämpfen, die ihn insgesamt 22 Spiele kosteten, in der laufenden Saison verpasste er wettbewerbsübergreifend bereits 13 Spiele.