HSV: Bobby Wood bindet weiter viele Mittel

Teurer Angreifer scheint auch im Sommer kaum vermittelbar

Bobby Wood

Im Jahr 2020 noch ohne Einsatz: Bobby Wood (l.). © imago images / Nordphoto

Auch in dieser Saison gab es beim Hamburger SV den Zeitpunkt mit der Hoffnung darauf, dass bei Bobby Wood vielleicht doch noch der Knoten platzen könnte. Der 27-Jährige konnte die Chancen, die sich im November durch den kurzzeitigen Ausfall von Lukas Hinterseer boten, indes abermals nicht nutzen. Als dann im Winter mit Joel Pohjanpalo ein neuer Mittelstürmer verpflichtet wurde, war endgültig klar, dass es für Wood auch unter Trainer Dieter Hecking nicht klappen würde.

Nach immerhin noch sechs Einsätzen vor der Winterpause kam Wood im Jahr 2020 noch gar nicht zum Zug und schaffte es auch nur in zwei von sieben Spielen in den Kader. Anfang März machten dann zwar Gerüchte um ein Interesse von MLS-Klub D.C. United am 45-fachen US-Nationalspieler die Runde, doch dieses verlief letztlich wohl auch wegen der Corona-Krise im Sand. Laut der Morgenpost soll es zwischen den Vereinen aber ohnehin noch keinen Kontakt gegeben haben.

In der Bundesliga fast vier Millionen Euro Jahresgehalt

Wood zählt damit weiterhin zum Aufgebot und mit seinem bis 2021 laufenden Vertrag auch zu den Top-Verdienern. Selbst in der 2. Bundesliga beträgt das Gehalt des Angreifers rund zwei Millionen Euro und würde sich laut der „Morgenpost“ im Aufstiegsfall auf knapp vier Millionen Euro annähernd verdoppeln. Dass sich im Sommer auf einem wohl ohnehin deutlich ruhigeren Transfermarkt unter diesen Voraussetzungen ein Abnehmer für Wood findet, ist wenig wahrscheinlich, konnte der Angreifer doch sein zu Karrierebeginn riesig scheinendes Potential seit Jahren nicht mehr abrufen.

In Hamburg bindet Wood unterdessen unabhängig von der Klassenzugehörigkeit viele Mittel, die die HSV-Verantwortlichen sicherlich lieber anders einsetzen würden. Aktuell sieht es aber nicht danach aus, als würde ein Abgang von Wood den Etat vor dem Sommer 2021 entlasten.