HSV: Dudziak spielt sich in den Vordergrund

Hunt verliert Kapitänsamt & nun auch den Stammplatz

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 | 11:33
Jeremy Dudziak gegen Düsseldorf.

Jeremy Dudziak war gegen die Fortuna kaum zu stoppen. ©imago images/Sven Simon

Naturgemäß überschattete beim 2:1-Auftaktsieg des HSV der Doppelpack von Simon Terodde. Doch neben dem Torgaranten gab es für Trainer Daniel Thioune auch weitere positive Erkenntnisse: So überzeugten Moritz Heyer und Stephan Ambrosius im Abwehrzentrum, zwischen Abwehr und Angriff zog gegen die Fortuna unterdessen Jeremy Dudziak die Fäden.

Dem 25-Jährigen gab Thioune im offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Aaron Hunt, der saß gegen Düsseldorf 90 Minuten lang auf auf der Bank. „Es ging nicht darum, eine Mischung aus jung oder erfahren zu bilden oder eine Entscheidung für oder gegen jemanden zu treffen, sondern nur darum, eine Aufstellung zu finden, mit der wir erfolgreich sein können“, will Thioune im Kicker (Ausgabe vom 21.09.2020) daraus aber keinen Generationenwechsel ableiten.

Bewerbungsschreiben für Paderborn

Trotzdem dürfte sich Dudziak seinen Platz in der Hamburger Startelf vorerst gesichert haben. Nach dem äußerst pomadigen Auftritt im Pokal gegen Dynamo Dresden war gegen die Rheinländer merklich mehr Zug und Dynamik im Spiel des HSV zu erkennen, auch, weil Dudziak unermüdlich ankurbelte.

Seine zwei Vorlagen, die Teroddes eingangs erwähnten Doppelpack erst ermöglicht haben, bilden dabei den starken Schlusspunkt unter seinem Bewerbungsschreiben, auch am kommenden Wochenende gegen Paderborn der Startelf anzugehören.

Mit dem nächsten Bundesliga-Absteiger wartet ein Gegner, der durch seine offensive Ausrichtung die eine oder andere Umschaltsituation ermöglichen wird. Mit der gegen Düsseldorf gezeigten Dynamik bringt Dudziak die Möglichkeit mit, diese schnell und zielgerichtet einzuleiten. Auch gegen den Ball wusste der 25-Jährige mit nimmermüden Einsatz zu überzeugen und nimmt somit auch im Defensiv-Konzept Thiounes eine wichtige Rolle ein. Hunt, von Thioune bereits als Kapitän ab- und durch Tim Leibold ersetzt, wird sich also vorerst mit einem Platz in der zweiten Reihe begnügen müssen.