HSV: Hoffmann freigestellt – Jansen neuer Aufsichtsratsvorsitzender

Aufsichtsräte Max-Arnold Köttgen und Thomas Schulz zurückgetreten

Marcell Jansen

Sitzt künftig dem HSV-Aufsichtsrat vor: Marcell Jansen. © imago images / Metelmann

Während sich rund um die Ligakonkurrenz derzeit wenig tut, sorgt der Hamburger SV auch inmitten der Corona-Krise zuverlässig für Schlagzeilen. Nachdem sich in den vergangenen Tagen schon andeutete, dass das interne Zerwürfnis der Vorstände Bernd Hoffmann auf der einen sowie Jonas Boldt und Frank Wettstein auf der anderen Seite nicht mehr würde kitten lassen, wurden am heutigen Samstag bei einem Krisengipfel Nägel mit Köpfen gemacht.

Wie der HSV mitteilte, wurde in einer über vierstündigen Aufsichtsratssitzung Hoffmann von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung freigestellt. Wettstein und Boldt führen den Verein bis auf Weiteres als Vorstandsduo weiter.

Aufsichtsrat umfasst nur noch fünf Personen

Zugleich gaben die Aufsichtsräte Max-Arnold Köttgen, der bislang Vorsitzender des Gremiums war, und Thomas Schulz ihren Rücktritt bekannt. „Die mehrheitlich gegen mein Votum getroffene Entscheidung des Aufsichtsrates, sich vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann zu trennen, bedeutet für mich, dass ich der HSV Fußball AG weder als Aufsichtsratsvorsitzender noch als normales Mitglied des Kontrollgremiums weiter zur Verfügung stehe“, begründete Köttgen seine Entscheidung auf der vereinseigenen Webseite.

Den bislang von Köttgen ausgeübten Vorsitz des Aufsichtsrates, der von sieben auf fünf Personen verkleinert wird, übernimmt ab sofort Marcell Jansen. Der Ex-Profi sitzt als Präsident des e.V. im Kontrollgremium und galt wie Boldt und Wettstein als Gegner Hoffmanns.

Der volle Fokus muss auf die HSV-Interessen gerichtet sein. (Marcell Jansen)

Jansen betonte derweil, dass die nun getroffene Entscheidung unausweichlich war und richtete den Blick nach vorne: „Wir können uns in dieser schwersten Krisenzeit des gesamten Profifußballs keine Energieverluste und belasteten Vertrauensverhältnisse leisten. Der volle Fokus muss auf die HSV-Interessen gerichtet sein.“