HSV: Innenverteidigung noch nicht komplett

Timo Letschert und Marvin Friedrich im Gespräch

Rick van Drongelen

Rick van Drongelen könnte den HSV noch verlassen. © imago images / Michael Schwarz

Mit Ewerton hat der Hamburger SV am gestrigen Sonntag seinen zehnten Neuzugang der laufenden Transferperiode vorgestellt und damit nun neben den Talenten Stephan Ambrosius und Tobias Knost fünf Innenverteidiger im Kader. Aus diesem Quintett allerdings gilt Gideon Jung auch als Option für das Mittelfeld, während bei Kyriakos Papadopoulos nach langer Verletzungspause zumindest im Umfeld eine gewisse Skepsis vorhanden ist.

Bleiben neben Ewerton noch David Bates und Rick van Drongelen. Bei van Drongelen allerdings ist ein Verbleib fraglich. Der niederländische U21-Nationalspieler würde dem Vernehmen nach bei einer adäquaten Ablöse die Freigabe erhalten. Rund acht Millionen Euro will der HSV für den 20-Jährigen erzielen. Mit dem FC Augsburg soll es einen Interessenten aus der Bundesliga geben. Ebenso haben wohl Klubs aus den Niederlanden van Drongelen auf dem Schirm.

Ein Rechtsfuß steht auf der Wunschliste

Sollte van Drongelen den Verein noch verlassen, würde der HSV mit ziemlicher Sicherheit noch einen Innenverteidiger hinzuholen. Bevorzugt einen Spieler mit starkem rechten Fuß, der mit Linksfuß Ewerton das Abwehrzentrum bilden könnte.

Im Gespräch sind derzeit zwei Akteure, die in dieser Hinsicht ins Raster passen würden. Zum einen Marvin Friedrich, den der FC Augsburg per Option vom 1. FC Union Berlin zurückgeholt hat, allerdings vermutlich nur mit der Absicht, den 23-Jährigen gewinnbringend zu verkaufen. Denn Friedrich selbst hat kein Interesse, für den FCA zu spielen.

Am gestrigen Montag fehlte Friedrich nach Absprache mit dem Verein beim Trainingsauftakt des FC Augsburg, dessen Manager Stefan Reuter in Bild zumindest zwischen den Zeilen andeutete, dass zeitnah eine Entscheidung fallen könnte. Als Favorit auf die Verpflichtung Friedrichs gilt weiter Union Berlin, doch sollte sich der Bundesliga-Aufsteiger mit dem FCA nicht einigen können, wäre der HSV womöglich aussichtsreich im Rennen.

Der zweite Kandidat ist Timo Letschert, der zuletzt von US Sassuolo an den FC Utrecht verliehen war und 2018/19 31 Partien in der niederländischen Ehrendivision bestritten hat. Der 26-Jährige soll laut „Bild“ und Morgenpost bereits vergangene Woche in Hamburg gewesen sein. Gespräche mit dem HSV sind bisher aber nicht bestätigt.