HSV: Jonas Boldt stärkt Jatta den Rücken

Sportvorstand zeigt sich verwundert über FCN

Bakery Jatta beim Dribbling

Bakery Jatta startete ordentlich in die Saison – doch das gerät zur Nebensache. ©Imago images/Zink

Update (16.59 Uhr):
Der Auftaktgegner des HSV – Darmstadt 98 – gab am Donnerstagabend per Pressemitteilung bekannt, auf einen Einspruch der Spielwertung verzichten zu wollen. „Wir haben bewusst auf einen Einspruch verzichtet, weil in unseren Augen offensichtlich kein bewusst unsportliches Verhalten seitens des Hamburger Sportvereins vorliegt“, wird das Präsidium zitiert.

Ursprünglicher Artikel:
Es ist das beherrschende Thema in Hamburg und Fußball-Deutschland. Nach einem Bericht der SportBild spielt HSV-Offensivmann Bakery Jatta, der als Flüchtling nach Deutschland gekommen war, unter falscher Identität; während aus den Recherchen außerdem hervorgeht, dass Jatta älter sein soll, als allgemein bekannt ist.

Diese noch nicht bestätigten Berichte veranlassten den 1. FC Nürnberg dazu, Einspruch gegen die Wertung des vergangenen Montagsspiels (4:0 für den HSV) zu legen, da die Franken aufgrund der Entwicklungen an der Rechtmäßigkeit von Jattas Spielerlaubnis zweifeln.

Genau über diesen Einspruch zeigt sich HSV-Sportvorstand Jonas Boldt in einem Statement auf der Vereinshomepage „sehr verwundert“. Der HSV werde gegenüber dem DFB und der DFL Stellung beziehen, fordert das allerdings auch von der Gegenseite.

HSV plant mit Jatta

„Wir erwarten im Gegenzug von Liga und Verband eine eindeutige und schnellstmögliche Positionierung, was die Spielberechtigung von Bakery Jatta betrifft, damit ein rechtssicherer Ablauf des Pokal- und Punktspielwettbewerbs gewahrt bleibt“, so Boldt. „Schließlich hat unser Spieler seit drei Jahren einen gültigen Pass und eine Spielerlaubnis. Für uns ist es nicht akzeptabel, dass diese Spielberechtigung aufgrund von Vermutungen angefochten wird.“

Seitens des DFB gibt es allerdings noch keine Stellungnahme zu dem Fall, der vom Kontrollausschuss untersucht werden soll. Laut NDR wird auch das Bezirksamt Hamburg-Mitte den Indizien in der Causa Jatta nachgehen. Der HSV wird den Flügelspieler indes weiterhin unterstützen, wie Boldt ankündigte und ihn weiterhin im „Spiel- und Trainingsbetrieb“ einplanen.

Aus moralischer Sicht richtet der Sport-Vorstand einen Appell an alle Beteiligten was den Umgang mit dem Spieler angeht: „Ich persönlich finde es unglaublich und erschütternd, dass sich unser Spieler wegen dieser öffentlichen Diskussion teilweise einem gesellschaftlichen Spießrutenlauf ausgesetzt sieht“, so Boldt, der abschließend klarstellte: „Baka hat uns gegenüber die Korrektheit seiner Passangaben noch einmal bestätigt.“

»Mobil wetten leicht gemacht. Jetzt kostenlose bet-at-home App holen & bequem auf das nächste HSV-Spiel tippen!