HSV: Julian Pollersbeck zum FC Porto?

Noch kein Kontakt zwischen beiden Vereinen

Julian Pollersbeck

Nächste Saison vielleicht sogar in der Champions League? Julian Pollersbeck. © imago images / Hübner

Die aktuellen Erfolge der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Italien und San Marino wird sicherlich auch Julian Pollersbeck genau verfolgen. Der 24-Jährige zählte beim EM-Gewinn der deutschen Junioren anno 2017 in Polen zu den Protagonisten und wechselte nach dem gut verlaufenen Turnier für rund 3,5 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern zum Hamburger SV.

In Hamburg konnte Pollersbeck die Erwartungen allerdings nur kurzzeitig erfüllen. Lediglich unter Trainer Christian Titz, der den gebürtigen Oberbayern als elften Feldspielers teils weit vor dem Strafraum positionierte, war Pollersbeck ein Leistungsträger. Nach der Entlassung von Titz im Herbst ging es auch mit Pollersbecks Leistungen bergab. Zwar spielte der Schlussmann weiterhin meist zumindest solide, doch wirklich starke Auftritte wurden zur Seltenheit.

Auch ein Interesse von RB Salzburg steht weiter im Raum

Weil es intern dem Vernehmen nach immer wieder auch Zweifel an Pollersbecks professioneller Einstellung gibt, war es nicht mehr die ganz große Überraschung, dass der HSV vor wenigen Wochen mit Daniel Heuer Fernandes (Darmstadt 98) einen der herausragenden Torhüter der vergangenen Zweitliga-Saison verpflichtet hat – und das sicher nicht für die Ersatzbank.

Während Heuer Fernandes als neue Nummer eins eingeplant ist, kann und soll Pollersbeck den Verein verlassen. Dass der HSV für den Keeper zumindest die vor zwei Jahren nach Kaiserslautern überwiesene Ablöse hereinholen möchte, gestaltete das Bestreben, Pollersbeck abzugeben, bislang allerdings schwierig.

Jetzt aber könnte sich für den fraglos veranlagten Torhüter eine interessante Perspektive ergeben. Denn wie die Morgenpost berichtet, spielt Pollersbeck in den Überlegungen des FC Porto eine Rolle. Beim portugiesischen Vize-Meister stand eigentlich Tomas Koubek auf der Wunschliste ganz oben, doch konnte mit Stade Rennes offenbar keine Einigung erzielt werden.

Die Scouting-Abteilung Portos soll nun Pollersbeck vorgeschlagen haben, doch bislang hat Porto keinen Kontakt mit dem HSV aufgenommen. Bleibt abzuwarten, ob das noch passiert. Ebenso, ob sich das seit längerem im Raum stehende Interesse von Red Bull Salzburg an Pollersbeck vielleicht auch noch konkretisiert. In Hamburg darf man derweil zumindest hoffen, einen nicht mehr benötigten Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen und zugleich eine ordentliche Ablöse zu kassieren.