HSV: Keine Chance bei Jordan Beyer

Borussia Mönchengladbach plant mit dem Youngster

Jordan Beyer beim HSV

Konnte sich beim HSV durchsetzen: Jordan Beyer. ©Imago images/Philipp Szyza

Jeweils nach langen Verletzungspausen mischen Jan Gyamerah und Josha Vagnoman wieder im Training des Hamburger SV mit und erweitern im Endspurt der Saison die Möglichkeiten von Trainer Dieter Hecking insbesondere auf der rechten Abwehrseite beträchtlich.

Dort hat sich der im Winter aufgrund der Verletzungen der beiden Youngsters von Borussia Mönchengladbach ausgeliehene Jordan Beyer festgespielt. Der mit 19 Jahren ebenfalls noch sehr junge Beyer verpasste an den ersten sieben Spieltagen im neuen Jahr nur die Schlussminuten des 2:1-Heimsieges gegen Jahn Regensburg Anfang März aufgrund einer kurz vor dem Ende erlittenen Gehirnerschütterung.

Max Eberl mit klarer Position

Auch nach der Rückkehr von Gyamerah und Vagnoman wird Beyer seinen Platz sicherlich nicht freiwillig räumen. Coach Hecking steht damit vor einer kniffligen Entscheidung, bei der womöglich auch die Zukunft eine Rolle spielt. Denn während Gyamerah (bis 2022) und dank seiner kürzlich erfolgten Verlängerung auch Vagnoman (bis 2024) langfristig eingeplant werden können, wird sich Beyer im Sommer wieder aus Hamburg verabschieden.

Jordan Beyer kommt zurück, wir sehen in ihm einen wichtigen Spieler für uns. (Max Eberl)

Nachdem zuletzt Spekulationen aufgekommen waren, der HSV könnte vielleicht eine Chance haben, Beyer über diese Saison hinaus zu halten, sorgte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl nun im „Kicker“ (Ausgabe 35/2020 vom 23.04.2020) für geklärte Fronten: „Jordan Beyer kommt zurück, wir sehen in ihm einen wichtigen Spieler für uns. Wir wollten ihm durch die Leihe eine Möglichkeit bieten, dass er mehr Spielpraxis sammeln kann – und das hat auch gut funktioniert.“

Mit Gyamerah und Vagnoman ist der HSV freilich auf der rechten Abwehrseite perspektivisch dennoch sehr gut aufgestellt. Ob Hecking dem längerfristig einplanbaren Duo im Endspurt zu regelmäßiger Spielpraxis verhilft oder weiterhin auf den bislang zwar nicht glänzenden, aber überwiegend solide agierenden Beyer vertraut, bleibt abzuwarten.