HSV: Mehrere Härtefälle drohen

Auch Aaron Hunt muss um seinen Platz bangen

Martin Harnik (l.) gegen Wolfsburgs Jerome Roussillon.

Facht den Konkurrenzkampf im Hamburger Kader zusätzlich an: Martin Harnik (l.). ©imago images/regios24

Mit der Verpflichtung von Martin Harnik hat der Hamburger SV seinen für Zweitliga-Verhältnisse ohnehin exquisit besetzten Kader kurz vor Transferschluss noch weiter veredelt. Trainer Dieter Hecking verfügt nun quer durch alle Mannschaftsteile über hochkarätige Alternativen zur bereits eingespielten Startelf und wird wohl in den kommenden Wochen um Härtefälle nicht herumkommen, sofern eine sicherlich nicht gewünschte Verletzungsmisere ausbleibt.

Aktuell sind nur Mittelfeld-Allrounder Christopher Moritz sowie die beiden neuverpflichteten Innenverteidiger Ewerton und Timo Letschert nicht einsatzbereit. Melden sich die beiden letztgenannten zurück, droht neben dem zur Nummer drei degradierten Julian Pollersbeck mit Kyriakos Papadopoulos einem weiteren namhaften Akteur sogar die Tribüne.

Aaron Hunt nicht automatisch gesetzt

Um einen Platz im 20er-Kader muss Aaron Hunt, der beim 3:0 gegen Hannover 96 ein kurzes Comeback feierte und im Testspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:1) 75 Minuten auf dem Feld stand, nicht fürchten. Doch von einem Platz in der ersten Elf kann der Routinier trotz seines Status als Kapitän nicht ausgehen. Denn während Sonny Kittel aus dem offensiven Mittelfeld nach fünf Toren und einer Vorlage in sechs Pflichtspielen nicht mehr wegzudenken ist, hat sich auch David Kinsombi für weitere Einsätze empfohlen.

Erst einmal außen vor ist im Mittelfeld Jeremy Dudziak, der an den ersten drei Spieltagen noch von Beginn an auflief, gegen Hannover aber 90 Minuten auf der Bank blieb.

Neben Dudziak wird trotz seines Premierentreffers gegen Wolfsburg voraussichtlich Martin Harnik Platz nehmen. Harnik macht zwar Druck auf Lukas Hinterseer, der aber inklusive Pokal mit drei Toren und zwei Assists die Erwartungen erfüllt hat. Eine Schwächephase darf sich Hinterseer allerdings nicht erlauben, wobei Harnik auch auf den offensiven Außenbahnen eine Option darstellt.

Dort allerdings ist Bakery Jatta links gesetzt und rechts hat Khaled Narey gegen Hannover mit zwei Vorlagen und einer starken Vorstellung Eigenwerbung betrieben. Zudem hoffen auch Jairo und Xavier Amaechi, die gegen Wolfsburg von Beginn an ran durften, vermehrt auf Einsatzzeiten.

Konkurrenzkampf mit einigen Verlierern

Verlierer dieses enormen Konkurrenzkampfes gibt es neben Pollersbeck, Papadopoulos und den bereits für den Rest der Saison verliehenen Berkay Özcan (Istanbul Basaksehir) und Manuel Wintzheimer (VfL Bochum) noch weitere. Sicherlich Bobby Wood, der es bislang nur auf 14 Minuten verteilt auf zwei Kurzeinsätze brachte und der in der internen Hierarchie durch die Harnik-Verpflichtung noch weiter abgerutscht sein dürfte.

Und letztlich auch ein Talent wie Josha Vagnoman. Der 18-Jährige fehlte an den ersten beiden Spieltagen sogar im Aufgebot. Mit drei Toren und einer Vorlage in drei Regionalliga-Partien für die zweite Mannschaft hat sich Vagnoman aber zumindest in den 20er-Kader zurückgearbeitet und durfte in den Schlussminuten des 1:0-Sieges gegen den VfL Bochum wenigstens kurz ran. Vergangene Saison freilich standen für Vagnoman noch elf Einsätze zu Buche, davon vier von Anfang an.

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