HSV: Poker um Timo Letschert

Berkay Özcan will nicht weg

Timo Letschert (l.) gegen Ajax' Donny van de Beek.

Weiterhin ein Kandidat in Hamburg: Timo Letschert (l.). ©imago images/VI Images

In fünf Tagen startet der Hamburger SV mit einem Heimspiel gegen Darmstadt 98 in die neue Saison. Dann wollen die Rothosen eine bemerkenswerte Negativserie von drei Heimpleiten in Folge gegen die Lilien seit der Saison 2015/16 unbedingt beenden und von Anfang an deutlich machen, dass im zweiten Jahr 2. Bundesliga der Aufstieg nur über den HSV führt.

Während Trainer Dieter Hecking nach dem 2:2 im letzten Testspiel gegen den RSC Anderlecht in dieser Woche an den letzten Details für das Auftaktspiel arbeitet, geht hinter den Kulissen die Suche nach wohl noch drei weiteren Verstärkungen weiter. Kommen sollen noch ein Innenverteidiger mit einem starken rechten Fuß, ein offensiver Flügelspieler und ein zentraler Angreifer.

Harnik weiter ein Thema

Für die Offensive scheint das seit Wochen im Raum stehende Interesse an Martin Harnik, der bei Werder Bremen keine große Perspektive mehr besitzt, wohl doch recht konkret zu sein. Zumindest ließen die von Coach Hecking am Wochenende bei Sky getätigten Aussagen darauf schließen, dass der ehemalige österreichische Nationalstürmer in den Überlegungen eine Rolle spielt.

Wohl ebenso wie Timo Letschert, der der gesuchte Mann für die rechte Position in der Innenverteidigung sein könnte. Auch der Name des 26 Jahre alten Niederländers macht schon seit einiger Zeit die Runde in Hamburg. Letschert, der zuletzt auf Leihbasis in seiner Heimat für den FC Utrecht spielte und bei US Sassuolo noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, war schon vor mehreren Wochen in Hamburg und hat sich vor Ort umgesehen.

Aktuell laufen laut Bild die Gespräche zwischen dem HSV und Sassuolo über einen Transfer des früheren niederländischen U21-Auswahlspielers. Dabei soll Sportvorstand Jonas Boldt versuchen, Letschert zunächst für eine niedrige Ablöse zu bekommen, die sich durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen aber noch erhöhen könnte.

Özcan will sich durchsetzen

Während im Fall Letschert noch gepokert wird und Boldt zur Absicherung offenbar auch noch weitere Innenverteidiger auf der Liste hat, ist mittlerweile bekannt, dass mit David Bates, Tatsuya Ito, Gotoku Sakai, Vasilije Janjicic und Mattia Steinmann mehrere Profis keine Zukunft beim HSV haben.

Berkay Özcan, der wie das genannte Quintett gegen Anderlecht nicht zum Einsatz kam, denkt unterdessen trotz Gerüchten um Interessenten aus der Türkei nicht an einen Wechsel. Der 21-Jährige will dem Abendblatt zufolge stattdessen um seinen Platz kämpfen. Und auch von Seiten des HSV soll Özcan trotz der im Moment sicher für alle Seiten unbefriedigenden Situation kein Wechsel nahegelegt worden sein.