HSV: Verbleib von Julian Pollersbeck weiter offen

Nach Union Berlin offenbar auch der VfB Stuttgart interessiert

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 23.07.20 | 07:00
Julian Pollersbeck

Julian Pollersbeck könnte den HSV nach drei Jahren verlassen. © imago images / Michael Schwarz

Am Ende der abgelaufenen Saison schaffte Julian Pollersbeck den überraschenden Sprung vom Abstellgleis zurück ins Tor des Hamburger SV. Nachdem es der U21-Europameister von 2017 an den ersten 28 Spieltagen nur ein einziges Mal in den Kader geschafft hatte, erhielt Pollersbeck in den letzten sechs Runden das Vertrauen von Trainer Dieter Hecking, konnte aber auch nicht verhindern, dass unter dem Strich mit dem erneut verpassten Aufstieg abermals eine große Enttäuschung stand.

Dem Vernehmen nach soll Hecking zwar bereits im Winter über einen Torwartwechsel nachgedacht haben, doch eine Bänderverletzung Pollersbecks machte sämtliche Überlegungen in diese Richtung hinfällig.

Hecking ist nun bekanntlich weg und welche Pläne der neue HSV-Coach Daniel Thioune auf der Torwartposition hat, ist noch nicht bekannt. Mit Vorjahresneuzugang Daniel Heuer Fernandes, der die Erwartungen freilich nicht ganz erfüllen konnte, Tom Mickel und eben Pollersbeck stehen aktuell drei gestandene Schlussmänner unter Vertrag. Eigentlich zu viele, muss der HSV vor dem dritten Zweitliga-Jahr in Folge doch Einsparungen treffen, zumal die Corona-Krise weitere Löcher in die Kassen gerissen hat.

Pollersbecks Vertrag endet 2021

Mit einem Abgang von Pollersbeck, der schon in den vergangenen Transferperioden als Wechselkandidat galt, könnte der HSV dabei nicht nur das Gehalt des 25-Jährigen einsparen, sondern ein Jahr vor dessen Vertragsende wohl auch letztmals eine Ablöse kassieren. Die 2017 an den 1. FC Kaiserslautern bezahlten 3,5 Millionen Euro wird der Keeper allerdings sicherlich nicht mehr einbringen.

Nach Informationen des „kicker“ (Ausgabe 61/2020 vom 23.07.2020) soll nach dem 1. FC Union Berlin mit dem VfB Stuttgart nun ein weiterer Bundesligist Interesse an Pollersbeck zeigen. Bei den Schwaben, die am liebsten den bislang von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehenen, aber noch zu teuren Gregor Kobel weiterverpflichten würden, ist Pollersbeck aber aktuell nur der Plan B. Weitere Interessenten scheinen indes ebenso vorhanden wie die Hamburger Bereitschaft, den gebürtigen Oberbayern bei passender Ablöse abzugeben.