HSV: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Douglas Santos, Pierre-Michel Lasogga & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 03.12.2019 | 18:00
Douglas Santos im HSV-Dress.

Douglas Santos spielt nach seinem Wechsel in Russland groß auf. ©imago images/Michael Schwarz

Nach dem verpassten Wiederaufstieg baute der HSV seinen Kader auf zahlreichen Positionen um. 21 Spieler mussten die „Rothosen“ – teilweise auch auf Leihbasis – verlassen. Wo sie heute sind und wie es bei ihren neuen Klubs für sie läuft, haben wir in unserer Übersicht für Euch aufbereitet.

Douglas Santos
Der Brasilianer wechselte zu Zenit St. Petersburg und ist mit dem russischen Spitzenklub auf Titelkurs: Acht Punkte Vorsprung hat der Tabellenführer auf den zweiten Platz. Douglas Santos spielt dabei eine wichtige Rolle, der Linksverteidiger verpasste weder in der Liga noch der Champions League auch nur eine einzige Minute.

Filip Kostic
Eigentlich für zwei Spielzeiten zu Eintracht Frankfurt verliehen, wurde die eigentlich für 2020 vereinbarte Kaufoption bereits im Sommer gezogen. Beim Bundesligisten ist der Linksfuß erneut gesetzt, auch wenn er nicht ganz an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen kann. Das gilt auch für die Eintracht, die im Tabellenmittelfeld den Anschluss an die internationalen Plätze etwas verloren hat.

Jann-Fiete Arp
Beim FC Bayern läuft es für den jungen Angreifer alles andere als rund. An der Isar wird Arp immer wieder von Krankheiten und Verletzungen zurückgeworfen, auch aktuell muss er auf Grund einer Armverletzung zuschauen. Dass die Aussicht auf Spielzeit bei den Profis gering sein würde, war zwar zu erwarten, so konnte er aber auch in der U23 in der 3. Liga erst ein Spiel bestreiten.

Tatsuya Ito
Für den Tempodribbler ging es nach Belgien, wo er einer von drei Japanern im Dress von St. Truiden ist. Während der Klub im Tabellenmittelfeld rangiert, wartet Ito noch auf seinen Durchbruch. Der 22-Jährige wurde erst vier Mal in der Liga eingewechselt, keines dieser Spiele wurde gewonnen. Zuletzt saß er nur auf der Bank und muss sich im Training neu anbieten.

Gotoku Sakai
Der ehemalige Kapitän heuerte in seiner Heimat bei Vissel Kobe an. Dort spielt er an der Seite großer Namen wie Andres Iniesta oder Lukas Podolski, mehr als ein Platz im Mittelfeld war für das Team von Trainer Thorsten Fink aber nicht drin. Sakai selbst war nach seiner Verpflichtung Mitte August jedoch gesetzt und durfte in allen elf Spielen in der Startelf ran.

Patric Pfeiffer
Das Eigengewächs schloss sich Ligakonkurrent Darmstadt an. Dort begann er als Innenverteidiger Nummer vier, nach der schweren Verletzung von Mathias Wittek ist er in der Hierarchie aufgerückt und gab gegen Bielefeld sein Zweitliga-Debüt. Auch wenn das 1:3 gegen die Arminia ein Dämpfer war, konnten die „Lilien“ zuletzt wieder etwas Abstand zwischen sich und die Abstiegszone bringen.

Manuel Wintzheimer
Ebenfalls weiterhin in der 2. Liga ist Manuel Wintzheimer aktiv. Bis Saisonende an Bochum verliehen, kommt der 20-Jährige aber bislang nicht am in der Sturmspitze gesetzten Silvere Ganvoula vorbei. So stehen sieben Einsätze in seinem Arbeitsnachweis, sechs davon nach Einwechslungen und ein Treffer.

Pierre-Michel Lasogga.

Pierre-Michel Lasogga konnte seinen Torriecher auch in Katar unter Beweis stellen. ©imago images/Michael Schwarz

Marco Drawz
Das Eigengewächs kam im Vorjahr nur in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga Nord zum Einsatz und ist auch weiterhin dort aktiv – allerdings im Dress von Hannover 96. In dessen Zweitvertretung geht es gegen den Abstieg, Drawz ist auf dem linken Flügel gesetzt und war in 16 Einsätzen an fünf Treffern (zwei Tore & drei Vorlagen) direkt beteiligt.

Arianit Ferati
Beim Aufsteiger Waldhof Mannheim hat der Offensiv-Allrounder keinen leichten Stand. In der Dreierkette im Mittelfeld sind mit Dorian Diring, Gianluca Korte und Maurice Deville drei Akteure gesetzt, zudem machte Ferati zuletzt ein Bänderriss an einen Strich durch die Rechnung. In seinen acht Drittliga-Einsätzen deutete der 22-Jährige allerdings an, mithalten zu können.

Matti Steinmann
Nach halbjähriger Leihe zu Vendsyssel in Dänemark zog es Steinmann ans andere Ende der Welt: Mit Wellington Phoenix aus Neuseeland nimmt er an der australischen A-League teil. Während sein Klub mit sieben Punkten aus sieben Spielen keinen guten Saisonstart erwischte, ist der 24-Jährige im defensiven Mittelfeld gesetzt. Zudem zeigt die Formkurve nach oben: Seine sieben Punkte holte der Klub an den letzten drei Spieltagen.

Vasilije Janjicic
Für den Abräumer ging es zurück in die Heimat zu seinem Jugendklub FC Zürich. Während sich der Klub unter den Top-4 etabliert hat und Kurs auf Richtung Europa nimmt, kommt Janjicic noch nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus, lediglich eines seiner sechs Spiele durfte er über die volle Distanz machen und wurde vier Mal eingewechselt.

Pierre-Michel Lasogga
Fünf Treffer erzielte der Angreifer für seinen neuen Klub Al Arabi bereits in neun Einsätzen, trotzdem stürzte dieser zuletzt ab. An den starken Auftakt mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen konnte Al Arabi nicht anknüpfen, aus den nächsten vier Spielen kam nur ein weiterer Punkt hinzu. Nach einer Pause geht es in Katar erst kurz vor Weihnachten weiter.

Berkay Özcan
Von Stuttgart geliehen und im Sommer fest verpflichtet, wurde der Mittelfeldspieler für die laufende Spielzeit an Basaksehir abgegeben. Dort soll er Spielpraxis sammeln und kommt nach auskurierter Verstauchung des Knöchels immer besser in Fahrt: Zuletzt durfte Özcan zwei Mal in der Europa League und regelmäßig in der Süper Lig ran, wo Basaksehir auf Rang zwei liegt.

Morten Behrens
Bei Zweitliga-Absteiger Magdeburg begann Behrens die Spielzeit als Nummer zwei. Nach einer Blinddarm-OP bei Stammkeeper Alexander Brunst schwang sich der 22-Jährige zur Nummer Eins auf und bleibt das laut Trainer Stefan Krämer mindestens bis zur Winterpause. Kann er seine starke Quote halten, in neun Partien musste er lediglich sieben Gegentreffer hinnehmen, sieht es gut für ihn aus.

Hee-chan Hwang beim Torjubel.

Hee-chan Hwang mischt mit Salzburg die Champions League auf. ©imago images/Action Pictures.

Aaron Opoku
Nur vorübergehend ist der Abschied des Flügelstürmers, der für ein Jahr an Hansa Rostock verliehen wurde. Während die „Kogge“ in tabellarisch sicheres Fahrwasser unterwegs ist, konnte der deutsche U21-Nationalspieler auf sich aufmerksam machen: Drei Tore und drei Vorlagen steuerte er in 15 Einsätzen bei und hat sich in der Startformation festgespielt.

David Bates
Weniger Glück mit seiner Leihe hat bisher Innenverteidiger David Bates. Beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday wartet er noch auf seinen ersten Liga-Einsatz, schaffte es gar nur vier Mal auf die Bank. Da im englischen Unterhaus aber 46 Spieltage anstehen, könnte die Stunde des schottischen Nationalspielers noch schlagen.

Finn Porath
Nach zwei Jahren auf Leihbasis in Unterhaching schlug der gebürtige Lübecker im Sommer seine Zelte in Kiel auf. Beim Ligarivalen des HSV konnte sich der Offensiv-Allrounder aber noch nicht nachhaltig aufdrängen und kam lediglich 60 Minuten über drei Einsätze verteilt zum Zug.

Lewis Holtby
Rund zweieinhalb Monate war Holtby vereinslos, ehe er sich Mitte September den Blackburn Rovers anschloss. Beim englischen Zweitligisten sucht der ehemalige Nationalspieler noch seinen Platz, vier Startelf-Nominierungen stehen sechs Einwechslungen gegenüber.

Orel Mangala
Der Belgier kehrte zu seinem Stammklub Stuttgart zurück und ist dort unter Trainer Tim Walter gesetzt. Den zuletzt einsetzenden Abwärtstrend konnte Mangala jedoch auch nicht stoppen, speziell im Spiel gegen den Ball muss von ihm – wie auch dem Rest des VfB – mehr kommen, soll es mit dem sofortigen Wiederaufstieg klappen.

Hee-chan Hwang
Seine Zeit in Hamburg war bestenfalls durchwachsen, bei seinem Stammklub Salzburg spielt er seit der Rückkehr groß auf. 13 Torbeteiligungen in der Liga für den österreichischen Serienmeister, dazu rauschende Champions-League-Nächte, in denen der Südkoreaner in fünf Einsätzen an acht Toren direkt beteiligt war.

Leo Lacroix
Im Vorjahr als Leihspieler immerhin 16 Mal im Einsatz, macht Lacroix nach seiner Rückkehr zu St. Etienne eine schwierige Zeit durch. Noch keine Einsatzminute, nicht mal auf die Bank schaffte es der Verteidiger bislang in einem Pflichtspiel. Da die AS nur einen Punkt hinter den internationalen Startplätzen liegt, gibt es für Trainer Claude Puel aktuell auch keinen Grund für größere Veränderungen.